Oben warm, unten kalt: Darum kann es in der Nacht glatt werden

Eine Warmfront bringt uns milde Luft. Das ist schön, aber auch gefährlich: In der kommenden Nacht kann Blitzeis kommen. Drei Fakten zur Wetterprognose.

Glatteis auf einer Straße
Regen und Schnee der auf gefrorene Böden trifft, kann zu gefährlichem Glatteis werden. Bild: dpa / Geisler-Fotopress | Christoph Hardt

"Laszlo" heißt das Tief, das Warmluft bringt, aber auch zu brisanten Glättesituationen führen kann, sagt Meteorologe Dennis Dalter von der MeteoGroup zu buten un binnen. Was ist da los? Und wie geht das Wetter weiter?

1 "Laszlo": Warmluft gleitet auf kalte Luft

Heute geht es los: Die Warmfront "Laszlo" kommt von Westen. "Sie gleitet auf die kalte Luft, die wir jetzt haben, auf", erklärt Meteorologe Dalter. Diese Warm-Kalt-Mischung führt zu Schneefall, der in der ersten Nachthälfte beginnt.

2 Aus Schnee wird Regen – und die Erde ist ein Kühlakku

Kurz darauf geht der Schnee in Regen über. Und hier, so der Meteorologe, liegt die Gefahr: "Wenn Flüssiges auf bisher kalte Bereiche fällt, kann es zu Blitzeis kommen", sagt er. Der Grund: Die Erde ist vom strammen Frost der letzten Tage gefroren, quasi wie ein Kühlakku – und der kühlt noch etwas nach, auch wenn es auf der Oberfläche schon wieder etwas wärmer ist. Dieses Phänomen wird in der kommenden Nacht aber von sehr kurzer Dauer sein.

3 Schon in der Nacht kommt die Wärme-Wende

Denn in derselben Nacht wird das Eis auch wieder wegschmelzen. Ab dem späten Abend, wenn die Tiefsttemperatur von -2 Grad erreicht ist, soll es mit den Werten langsam nach oben gehen. Morgen früh sollen es schon wieder drei bis vier Grad werden: "Das Klima ist dann nicht mehr glätterelevant", sagt der Wetterfachmann. Und dann bleibt es am Wochenende mild, aber nass-feucht. Erst Anfang kommender Woche gehen die Temperaturen dann wieder nach unten.

  • Boris Hellmers

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 25. Januar 2019, 23:30 Uhr