Fragen und Antworten zum richtigen Verhalten bei Unwetter

Endlich Sommer! Mit dem heißen Wetter steigt aber auch die Gefahr von Gewittern und Starkregen. Zuletzt gab es erste Feuerwehreinsätze wegen Überschwemmungen. Wie kann man sich als Privatperson auf Unwetter vorbereiten und wie kann man Haus und Heim am besten schützen?

Blitze über dem Meer
Über dem Meer sind Blitze besonders heftig. Es gibt noch keine eindeutige Antwort auf die Frage nach dem Warum. Bild: Imago | imagebroker
Was muss ich machen, wenn ein Gewitter aufzieht?
Alles, was nicht fest ist, muss gesichert werden: Gartenmöbel, Sonnenschirme und Spielsachen auf dem Balkon, im Garten und auf der Parzelle sollten festgebunden oder reingebracht werden. Durch diese Vorkehrung können Gegenstände nicht herumgeweht werden und so Menschen verletzen oder Sachen beschädigen.
Worauf sollte man langfristig achten?
Es ist wichtig dafür zu sorgen, dass Dächer und der Baumbestand in einem gepflegten Zustand sind. Falls der Keller schon mal feucht geworden ist, sollte man sich überlegen, ob Gegenstände dort hochgestellt oder weggeräumt werden können. Auch Rückstauklappen für den Keller sind für die meisten Häuser sehr sinnvoll.
Warum kommt es bei Starkregen überhaupt zu Überschwemmungen?
Die städtische Kanalisation kann die großen Wassermengen in der kurzen Zeit nicht aufnehmen. Das Wasser fließt in der Kanalisation in riesige Wasserbecken, die zurzeit leer sind. Besonders bei Unterführungen und Straßen kann es trotzdem zu temporären Überlastungen des Kanalnetzes kommen.
Ganz wichtig dabei: Nicht mit dem Auto durchfahren. Denn bleibe ich dort stecken, wird es teuer:

Mit 300 Euro sind Sie dabei, nur um das Auto rauszuziehen. Dann ist es wahrscheinlich nicht mehr fahrbereit, und Sie müssen es abschleppen lassen. Dann muss es in die Werkstatt und so weiter. Da zieht sich dann noch ein Rattenschwanz nach. Da ist das, was die Feuerwehr gemacht hat, wahrscheinlich der günstigere Teil.

Michael Richartz, Pressesprecher der Feuerwehr Bremen
Auto steckt im Wasser fest.
Überschwemmte Unterführungen wie hier in der Kirchbachstraße kommen öfter vor. Nur durchfahren sollte man nicht.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, 30. Mai 2017, 14:40 Uhr