Bremerhavener Forscher suchen radioaktive Substanzen in Fischen

  • Forschungsschiff Walther Herwig III beginnt seine Reise
  • Wissenschaftler wollen unter anderem Krankheiten bei Fischen erforschen
  • Forscher erfassen außerdem, wie viel Plastik im Meer schwimmt
Das Fischereiforschungsschiff "Walther Herwig III" liegt an seiner Pier im Fischereihafen von Bremerhaven.
Von Bremerhaven aus sticht das Schiff Walther Herwig III in See. Das Ziel der Wissenschaftler: Irland. Bild: DPA | Ingo Wagner

Forscher des Thünen Instituts aus Bremerhaven untersuchen in den kommenden Wochen unter anderem die Schadstoffbelastung von Fischen in der Nord- und Ostsee. Die Reise mit dem Forschungsschiff Walther Herwig III startete am Vormittag und führt die Wissenschaftler bis nach Irland.

Die Forscher suchen nach Spuren von radioaktiven Substanzen und Schwermetallen in Fischen. Außerdem wollen sie wissen, welche Krankheiten und Parasiten bei den Fischen vorkommen. Einen besonderen Blick haben die Wissenschaftler aber auch auf den Plastikmüll im Wasser. Sie wollen genau erfassen, wieviel Müll und Abfall sich in ihren Schleppnetzen verfängt oder im Wasser treibt. Ein Doktorand an Bord des Schiffes untersucht zudem, ob und falls ja, wieviel Mikroplastik sich in dem Mägen der Fische angesammelt hat.

Insgesamt elf Wissenschaftler sind an Bord. Sie nehmen auch Wasserproben und bestimmen Salzgehalt, Sauerstoff und Temperatur des Wassers. Das Forschungsschiff Walther Herwig III wird am 20. Dezember zurück in Bremerhaven erwartet.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 1. Dezember 2018, 8 Uhr