Leibniz-Förderung fürs Schiffahrtsmuseum bleibt

  • Forschungsverbund lobt Neuausrichtung
  • Sammlungsgegenstände wurden neu bewertet
  • Politik will Museumsschiffe retten
Blick auf die Museumsschiffe und das Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven.
Die Museumsschiffe waren mal eine der Hauptattraktionen des Deutschen Schiffahrtsmuseums.

Die millionenschwere, jährliche Förderung für das Deutsche Schiffahrtsmuseum in Bremerhaven durch die Leibniz-Gemeinschaft bleibt erhalten. Das hat der Senat des deutschen Forschungsverbunds entschieden.

Das Museum befindet sich aus seiner Sicht auf einem guten neuen Kurs. Es sei eine bemerkenswerte Neuausrichtung gelungen, so der Leibniz-Senat. Zuvor war das Museum von einer Kommission überprüft worden. Man habe klare Schwerpunkte auf die Forschung gelegt, zum Beispiel auch auf die Erforschung der Meere. Außerdem sei es richtig, die Sammlungsgegenstände grundsätzlich neu zu bewerten. Dabei zielt der Senat offenbar auch auf die aktuelle Diskussion um den Erhalt der sieben Schiffe im Hafen vor dem Museum ab.

Zwei Drittel des Jahresetats des Museums von rund fünf Millionen Euro hängen von der Leibniz-Unterstützung ab. Die Museumsleitung hatte zuletzt angekündigt, auch kein Geld mehr für das Museums- und Restaurantschiff "Seute Deern" zu haben, das auch als Wahrzeichen der Stadt gilt. Diese Haltung sorgte in der Bremerhavener Politik für scharfe Kritik.

Ich erwarte mehr Engagement – und nicht, das fehlende Engagement damit zu begründen, dass kein Geld da ist. Es ist die Herausfordeurng, das Geld zu finden.

Jörg Schulz, Bremer Staatsrat und ehemaliger Bremerhavener Oberbürgermeister

Die Bremerhavener SPD hat auf ihrem Parteitag am Dienstag eine Resolution beschlossen, in der die Museumsleitung aufgefordert wird, Verantwortung für die Schiffe zu übernehmen.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen um 6, 29. November 2017, 18 Uhr