Mosaic-Expedition: "Polarstern" dockt an Eisscholle an

  • "Polarstern" wird ein Jahr mit der Scholle treiben
  • Scholle ist "nicht perfekt, aber die beste in dem Bereich"
  • Sie treibt mit dem Schiff zehn Kilometer täglich
Zwei Männer mit Eisbohrern
Die AWI-Forscher haben eine Scholle gefunden – und beginnen mit der Erschließung. Bild: Alfred-Wegener-Institut | Esther Horwath

Der Forschungseisbrecher "Polarstern" hat auf seiner Arktis-Expedition eine Eisscholle gefunden, mit der das Schiff durch die Arktis treiben wird. Das hat das Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut mitgeteilt. Die "Polarstern" driftet derzeit im Rahmen der "Mosaic"-Expedition ein Jahr mit dem Eis durch die Zentralarktis.

Eine Karte des Nordpols
Eine Karte des AWI zeigt die aktuelle Position der "Polarstern". Bild: AWI

Mit dem Fund der Scholle ist laut Alfred-Wegener-Institut einer der wichtigsten Meilensteine der Forschung bereits erreicht – schneller als erwartet und vor Einbruch der Polarnacht. Die zweieinhalb mal dreieinhalb Kilometer große Scholle befindet sich im Arktischen Ozean. Auf ihr wollen die Wissenschaftler nun ihr Forschungscamp aufbauen. Die Scholle sei dafür nicht perfekt, aber die beste in diesem Bereich der Arktis, sagte Expeditionsleiter Markus Rex. Sie biete bessere Bedingungen, als nach dem warmen arktischen Sommer zu erwarten gewesen sei. Pro Tag treibt sie bis zu zehn Kilometer.

Die "Mosaic"-Expedition gilt als eine der größten Arktis-Expedition aller Zeiten. Die Forscher erhoffen sich davon neue Erkenntnisse, um den Klimawandel besser zu verstehen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 4. Oktober 2019, 13 Uhr