Drei Menschen in Niedersachsen wohl durch Wilke-Wurst erkrankt

  • Vermutlich drei Menschen in Niedersachsen erkrankt
  • In Bremen keine Fälle bekannt
  • Gefährliche Bakterien in Wurstprodukten der Firma Wilke
Eine Wursttheke
Die Wurstwaren der Firma Wilke wurden auch an Krankenhäuser und Supermärkte geliefert (Symbolbild). Bild: DPA | Bernhard Kreutzer

Durch die keimbelasteten Wurstwaren der hessischen Firma Wilke sind vermutlich auch in Niedersachsen drei Menschen erkrankt. Das Landesgesundheitsamt in Hannover hat bestätigt, dass in drei Krankheitsfällen ein Listerientyp nachgewiesen wurde, der dem der Wilke-Produkte sehr ähnlich ist. Zunächst hatte der NDR darüber berichtet.

In Bremen gab es laut Gesundheitsbehörde keine Auffälligkeiten. Zwar habe es zwischen März und Juni vier Listerien-Erkrankungen gegeben. Das sei aber die normale Fallzahl der vergangenen Jahre.

Bei keinem der Fälle konnte eine Zuordnung zu einem bestimmten Risiko-Lebensmittel hergestellt werden.

Christina Selzer, Pressesprecherin Gesundheitsbehörde Bremen

Die Fälle in Niedersachsen waren im Frühjahr 2019, beziehungsweise im vergangenen Jahr, ermittelt worden. Es handelte sich um Menschen im Alter zwischen 50 und 90 Jahren. Zwei von ihnen sind verstorben, einer an einer anderen Erkrankung. Bei der zweiten Person ist unklar, ob die Listeriose-Erkrankung die Todesursache war.

Listerien sind Bakterien, die zu Fieber und Durchfall führen können. Für alte und kranke Menschen sowie Schwangere können sie tödlich sein. Nachdem in Hessen zwei Menschen nach dem Konsum von Wilke-Wurst verstorben waren, hatte das Bundesamt für Verbraucherschutz eine Warnung für die Produkte ausgesprochen. Inzwischen hat die Firma Insolvenz beantragt. Die Staatsanwaltschaft Kassel ermittelt wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung gegen den Geschäftsführer.

Autorin

  • Rebecca Küsters

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 4. Oktober 2019, 23:30 Uhr