Die Wirtschaft – das haben Bremens Parteien vor

Neue Gewerbegebiete erschließen, Innovation fördern, Bürokratie abbauen oder Steuern senken: Die Ideen der Parteien zur Wirtschaftspolitik liegen zum Teil weit auseinander.

Hafenarbeiter blickt auf eine Containerbrücke
Die Wirtschaft in Bremen läuft. Bild: Imago | Garcia

SPD

  • Erhalt der Hafenflächen in der Neustadt
  • Kajen erneuern
  • 200 Hektar große Gewerbefläche "Luneplate" an seeschiffstiefes Wasser anbinden
  • Flächenperspektiven für die Industrie schaffen
  • Gewerbeflächen weiterentwickeln
  • interkommunale Entwicklung von Gewerbeflächen mit Achim
  • Bremen als Raumfahrtstandort stärken
  • Bremerhaven als Offshore-Standort ausbauen
  • Profilieren Bremens im Bereich IT, Medizintechnik und Logistik
  • Offshore Terminal Bremerhaven (OTB) bauen

CDU

  • Bis 2035 sechs Milliarden Euro Schulden tilgen
  • Gewerbesteuer überprüfen und anpassen
  • Achim-West als interkommunales Gewerbegebiet mit Achim entwickeln
  • Breitbandversorgung mit 100 Mbit/s bis 2022 in Gewerbegebieten sicherstellen
  • 40 Hektar neue Gewerbeflächen pro Jahr erschließen
  • Gewerbegebiete "Bayernstraße" und "Airportstadt" erweitern
  • Bau von Gewerbe- und Handwerkerhöfen fördern
  • Interessen von Umweltschutz, Verkehr und Wirtschaft pragmatisch ausgleichen
  • Bau des Offshore Terminal Bremerhaven (OTB) weiterverfolgen und prüfen, ob er auch als allgemeiner Schwerlastterminal geplant werden kann

Grüne

  • Entwicklung Hemelingens mit einer internationalen Bauausstellung voranbringen
  • Einsatz von Umwelttechnologien und erneuerbaren Energien in der Wirtschaft beschleunigen
  • nachhaltige Unternehmensgründungen und Geschundheitswirtschaft fördern
  • ethische Grundlagen der Digitalisierung zusammen mit Unternehmen, Gewerkschaften und Arbeitnehmern schaffen
  • Start-Up-Landschaft beleben – Mikrokreditförderung erleichtern
  • Finanzpolitik an Ressourcenschutz und Vermeidung von CO2-Emissionen orientieren
  • ökologisch schädliche Subventionen abbauen
  • Offshore Terminal Bremerhaven auf Wirtschaftlichkeit und Bedarf überprüfen

FDP

  • Wirtschaftswachstum durch Bürokratieabbau
  • Existenz- und Unternehmensgründungen fördern
  • Digitalisierung der Behörden vorantreiben
  • Arbeitsverbote für Flüchtlinge lockern
  • neue Gewerbegebiete schneller erschließen
  • Schulden verstärkt abbauen
  • Verkauf von Beteiligungen und anderen Wirtschaftsgütern Bremens zur Modernisierung der Infrastruktur und zum Abbau der Schulden
  • Flughafen und Brepark privatisieren
  • keine weiteren Rekommunalisierungen

Linke

  • Leiharbeit und prekäre Arbeitsverhältnisse bekämpfen
  • geförderte Beschäftigung ausbauen
  • Ernährungswirtschaft und Gesundheitswirtschaft fördern
  • Müllabfuhr, Straßenreinigung und Wasserversorgung vollständig rekommunalisieren
  • kein Offshore Terminal Bremerhaven (OTB)

AFD

  • Mittelstandsförderung durch Bürokratieabbau
  • Bettensteuer abschaffen
  • Verkaufsoffene Sonntage abschaffen
  • Verkehrspolitik ans Wirtschaftsressort koppeln
  • "Zwangsmitgliedschaft" in Industrie und Handelskammer abschaffen
  • Gewerbesteuersatz stabil halten
  • kein Offshore Terminal Bremerhaven (OTB)

BIW

  • Neue Gewerbebetriebe in Bremen ansiedeln
  • Gewerbegebiete: Flächennutzungskooperationen mit Niedersachsen
  • Gewerbe- und Grundsteuer absenken
  • Mittelstand unter anderem mit neuen Finanzierungsprogrammen fördern
  • Wirtschaftlichkeit der Beteiligungen und Unterbeteiligungen Bremens prüfen
  • kein Offshore Terminal Bremerhaven (OTB)

Mehr zum Thema:

  • Hauke Hirsinger

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, 8. März 2019, 9:45 Uhr