Darum muss Bremen Tausende Impfdosen vernichten und zurückgeben

Darum muss Bremen Tausende Impfdosen vernichten und zurückgeben

Impfdosen von AstraZeneca
Bild: DPA | Mauro Ujetto
Bild: DPA | Mauro Ujetto

Das Land Bremen hat derzeit genug Impfdosen, um alle Bürgerinnen und Bürger zu impfen. Das offene Impfangebot hat die Stadt daher noch einmal verlängert. Jeder kann sich dort ohne Termin im Impfzentrum in der Messehalle impfen lassen.

Trotz solcher Aktionen bleiben inzwischen allerdings immer mehr Impfdosen im Kühlregal liegen, deren Haltbarkeitsdatum abzulaufen droht. So musste Bremen im Juli 690 Impfdosen von AstraZeneca vernichten, weil das Haltbarkeitsdatum abgelaufen war.

Bislang 2.715 Impfdosen vernichtet

Ein noch größerer Anteil der Impfdosen musste allerdings vernichtet werden, weil sie sichtbare Qualitätsmängel wie zum Beispiel Abrieb von Ampullenstopfen, Eintrübungen oder technische Problemen wie Überdruck in den Impfampullen aufwiesen, so Lukas Fuhrmann, Sprecher des Gesundheitsressorts. Im Land Bremen wurden so über die vergangenen Monate insgesamt 2.715 Dosen vernichtet.

Eine noch viel größere Zahl an Impfampullen will die Stadt nun dem Bund zurückgeben. "Das werden 18.710 Dosen des Impfstoffs von Astra Zeneca sein", sagt Fuhrmann. All diese Impfdosen hätten eine Haltbarkeit von mehr als zwei Monaten, betont er. "Sie lassen sich demnach gut für weitere Einsätze verwenden."

Dies sei jedoch eine Ausnahme, sagt Fuhrmann. "Wir haben in Bremen noch nie Impfdosen beim Bund abbestellt", sagt er. Die jetzige Rücksendung sei die einzige Ausnahme.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 6. August 2021, 18 Uhr