Bremen fordert großflächig Tempo 30

Ein Schild mit der Aufschrift "30 Zone".
Bild: DPA | Wolfram Steinberg
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  • Mehrere deutsche Städte wollen Modellprojekte starten
  • Auch Bremen will so die Verkehrssicherheit erhöhen
  • Bisher können die Städte das nicht selbst umsetzen

Auch Bremen würde gerne großflächig das Tempo auf 30 km/h begrenzen. Zuvor hatten dies bereits acht weitere deutsche Städte gefordert. Wie auch Leipzig, Aachen, Hannover, Augsburg, Freiburg, Ulm, Münster und Bonn will Bremen so die Verkehrssicherheit erhöhen.

Die Städte betonen, dass es ihnen nicht um eine pauschale Maßnahme gehe. Sie schlagen deshalb Modellprojekte vor. Bisher können die Städte das aber nicht selbst umsetzen. Sie fordern vom Bund mehr Spielraum. Dafür muss das Straßenverkehrsrecht geändert werden. Die Städte hoffen, dass das nach der Bundestagswahl Ende September passiert.

Senatorin sieht viele Vorteile

"Wir schließen uns dieser Forderung an. Die Städte können selbst am besten entscheiden, in welchen Bereichen Tempo 30 angebracht wäre", sagt Bremens Mobilitätssenatorin Maike Schaefer (Grüne).

Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h würde den innerstädtischen Verkehr nicht einschränken und die Aufenthaltsqualität der Menschen deutlich erhöhen.

Die Umweltsenatorin Maike Schäfer.
Maike Schaefer (Grüne), Bremens Mobilitätssenatorin

Schaefer betont, dass damit die Fußgänger und Radfahrer geschützt würden. Außerdem hätte dies positive Auswirkungen auf den Verkehrslärm und die Luftqualität. "Es wäre das Mindeste, die Städte dies ausprobieren zu lassen. Dass die Bundesregierung das blockiert, zeigt einmal mehr, wie stark die GroKo in Sachen Verkehrswende auf der Bremse steht", so Schaefer.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 7. Juli 2021, 18 Uhr