Windkraft-Betriebsräte rechnen mit weiterem Stellenabbau

  • Laut Umfrage rechnen 40 Prozent der Betriebsräte mit Personalabbau
  • IG Metall sorgt sich um Standort Bremerhaven
  • Bei Powerblades und Adwen bereits Hunderte Jobs gestrichen
Das Maschinenhaus einer Windkraftanlage
Bei dem Windkraftanlagenhersteller Adwen wurden in den vergangenen Monaten zahlreiche Jobs gestrichen. Bild: Adwen Offshore | P. Béglez

Bei den Windkraftanlagenherstellern Powerblades und Adwen in Bremerhaven sind in den vergangenen Monaten schon mehrere hundert Jobs weggefallen, weil die Werke geschlossen werden. Dass sich der Negativ-Trend fortsetzt, davon sind rund 40 Prozent der Betriebsräte in der Branche überzeugt. Dies geht aus einer Umfrage der IG Metall hervor.

Man sei in großer Sorge um den Windkraft-Standorte Bremerhaven, sagte ein IG-Metall-Sprecher. Es werde fast kaum mehr in Deutschland produziert. Allein auf Forschungseinrichtungen wie das Fraunhofer Institut für Windenergie zu setzen, reiche nicht aus.

Grund für den starken Personalabbau ist laut Gewerkschaft, dass der Bund den Ausbau der Windparks auch auf See deutlich gedrosselt hat. Das müsse die Regierung ändern. Der Netzbetreiber Tennet hatte erst kürzlich mitgeteilt, dass das Leitungsnetz zu den Windparks nicht ausgeschöpft ist.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 12. Juli 2018, 17 Uhr