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Bremer Flughafen: Mitarbeitern fehlte Sicherheitseinweisung

  • Wegen Personalmangels waren Aushilfen im Einsatz
  • Nach buten-un-binnen-Informationen erhielten diese keine Sicherheitseinweisungen
  • Gewerbeaufsicht prüft Konsequenzen für die Airport Handling
Lufthansa-Flugzeug am Bremer Flughafen wird zur Startbahn geschoben.
Die Gewerbeaufsicht spricht von "Versäumnissen in der Vergangenheit".

Bei der Gepäckabfertigung am Bremer Flughafen sind Aushilfen offenbar nicht richtig eingewiesen worden. Das hat die Gewerbeaufsicht festgestellt. Einige Mitarbeiter haben nicht die notwendige Sicherheitseinweisung für das Rollfeld erhalten, bestätigte eine Sprecherin des zuständigen Ressorts gegenüber buten un binnen.

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Die Gewerbeaufsicht spricht von "Versäumnissen in der Vergangenheit". Nicht alle Mitarbeiter der Gepäckabfertigung haben demnach eine Einweisung in Sachen Arbeitsschutz bekommen.

"Da gibt es Bestimmungen, was den Arbeitsschutz von Beschäftigten angeht."

Christina Selzer, Sprecherin der Gewerbeaufsicht

Zum Beispiel sei geregelt, wer sich auf dem Rollfeld bewegen darf, wie schwer die Koffer sein dürfen, die gehoben werden oder auf welche Art und Weise die Koffer gehoben werden müssen. All das müsse überprüft werden, sagte Selzer. Ein Sprecher des Flughafens bestätigte den Vorfall, sprach aber von Einzelfällen.

Sicherheit der Passagiere soll nicht gefährdet gewesen sein

Die Gewerbeaufsicht prüft nun ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen das zuständige Tochterunternehmen des Bremer Flughafens, die Airport Handling. Wegen Personalmangels hatte die Airport Handling immer wieder Angestellte aus der Verwaltung und von der Flughafenfeuerwehr für die Gepäckabfertigung eingesetzt. Ein Sprecher des Wirtschaftssenators bekräftigte erneut, dass die Sicherheit der Passagiere am Flughafen durch den Vorfall nicht gefährdet gewesen sei.

Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 27. Oktober 2017, 15 Uhr