Lenkungsgruppe will Bundesmittel für das Abwracken der "Seute Deern"

  • Lenkungsgruppe "Seute Deern" tagte am Donnerstag zum ersten Mal
  • Neues Gremium soll die Rekonstruktion des Schiffes planen
  • Lenkungsgruppe fordert: Bund soll bereits das Abwracken finanzieren
Ein Bild der Seute Deern am Hafen.

Die Lenkungsgruppe "Seute Deern" setzt darauf, bereits für das Abwracken des maroden Museumsschiffs Geld vom Bund zu erhalten. Begründung des Gremiums: Nur durch ein Erfassen der wiederverwertbaren Teile könne das Schiff rekonstruiert werden, so Koordinator Uwe Beckmeyer.

Uwe Beckmeyer
Uwe Beckmeyer ist "Seute Deern"-Koordinator. Bild: Imago | Chahine Sebiaa

Aus dem Kulturetat des Bundes sollen für eine Rekonstruktion des Schiffes und für weitere Maßnahmen im Museumshafen 46 Millionen Euro fließen. Die Lenkungsgruppe soll ermitteln, welche Maßnahmen denkbar wären und wer die Federführung dafür übernimmt. Koordinator Beckmayer ist ehemaliger Bremer Häfensenator und war Wirtschafts-Staatssekretär sowie maritimer Koordinator beim Bund in Berlin.

Die Zukunft der "Seute Deern" ist ungewiss, seitdem das Schiff zunächst bei einem Brand im Februar 2019 und später bei einem Absinken auf den Hafengrund schwer beschädigt wurde. Gutachter hatten dem Dreimaster einen "konstruktiven Totalschaden" bescheinigt.

Mehr zum Thema:

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 23. Januar 2020, 20 Uhr