100 Millionen Euro für insolventen Windradhersteller Senvion

  • Banken und Hedgefonds haben das Geld für ein Jahr zur Verfügung gestellt
  • Auftragsrückstände sollen abgearbeitet werden
  • Senvion sucht trotzdem noch einen neuen Eigentümer
Das Logo "Senvion wind energy solutions" ist auf einem Schild vor einem Windrad zu sehen.
Senvion ist noch nicht über den Berg: Eine Dauerlösung sind die 100 Millionen Euro der Banken und Hedgefonds nicht. Bild: DPA | Carsten Rehder

Der insolvente Windradhersteller Senvion hat finanziell wieder etwas Luft zum Atmen. Banken und Hedgefonds haben offenbar dem Unternehmen 100 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Das teilte das Unternehmen jetzt mit.

Senvion betreibt das letzte Windanlagen-Werk in Bremerhaven. Dort sind von der Insolvenz etwa 230 Mitarbeiter betroffen. Das neue Darlehen hat eine Laufzeit von zwölf Monaten. Mit dem Geld will der neue Vorstandschef Yves Rannou das Geschäft am Laufen halten und die Auftragsrückstande abarbeiten. Eine Dauerlösung ist der Kredit aber nicht. Rannou sucht deshalb einen finanzkräftigen Investor oder einen neuen Eigentümer.

Senvion hat insgesamt 1,3 Milliarden Euro Schulden

Das Unternehmen hat insgesamt 1,3 Milliarden Euro Schulden. Wegen der finanziellen Schieflage des Unternehmens wurde der Nutzen des geplanten Offshore-Terminals in Bremerhaven erneut diskutiert. FDP, Grüne, CDU in der Bürgerschaft und Linke in der Stadtverordnetenversammlung Bremerhaven halten den Bau des OTB nicht mehr für notwendig.

FDP und CDU fordern statt des OTB einen Schwerlast-Terminal, um große Maschinen umschlagen zu können.

Senvion meldet Insolvenz an

Zu sehen ist das Senvion Gebäude.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 17. April 2019, 21 Uhr