Bremer Senat diskutiert über weitere Corona-Lockerungen

Menschen genießen in einem Park das gute Wetter.
Bild: DPA | Rob Engelaar
Bild: DPA | Rob Engelaar

In der heutigen Sitzung soll es darum gehen, ob sich wieder mehr als fünf Personen treffen dürfen. Auch mehr Besucher bei Veranstaltungen sind im Gespräch.

1 Kontaktbeschränkungen

Derzeit dürfen sich unbegrenzt viele Personen aus zwei Haushalten sowie maximal fünf Personen aus fünf Haushalten privat treffen. Ob letztere Regelung beibehalten wird, soll ein Diskussionspunkt in der Sitzung des Senats sein. Laut Lukas Fuhrmann, Pressesprecher des Gesundheitsressorts, ist aber der Inzidenzwert zu bedenken: "Als vor gut einem Jahr erlaubt wurde, dass sich wieder zehn Personen aus zehn Haushalten treffen dürfen, lag der Inzidenzwert noch niedriger als jetzt."

2 Maskenpflicht

Die Mitglieder der Bremer Landesregierung wollen außerdem darüber sprechen, ob die Maskenpflicht an weiterführenden Schulen für Schülerinnen und Schüler und für Beschäftigte so bestehen bleibt, wie bisher, teilte die Sprecherin des Bildungsressorts, Annette Kemp, auf Anfrage mit. Derzeit müssen Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz, also eine OP- oder eine FFP2-Maske tragen, bei Jüngeren reicht ein Mund-Nasen-Schutz aus Stoff. An Grundschulen ist die Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler bereits aufgehoben. In Kitas tragen Beschäftigte einen Mund-Nasen-Schutz.

3 Teilnehmerzahl bei Veranstaltungen

Auch bei der erlaubten Teilnehmerzahl von Veranstaltungen könnte sich etwas tun. Diskutiert wird zum Beispiel über die Zahl der Besucher bei Konzerten oder Theateraufführungen, aber auch bei Sportveranstaltungen, teilt Gesundheitsressort-Sprecher Lukas Fuhrmann mit. Die üblichen Abstands- und Hygieneregeln würden dabei für jeden Einzelnen unverändert gelten, betont Fuhrmann. Bisher dürfen kulturelle, sportliche oder sonstige Veranstaltungen drinnen mit bis zu 100 Besuchern stattfinden, draußen gilt eine maximale Besucheranzahl von 250 Personen. Selbstredend nach wie vor natprlich nur mit entsprechendem Hygienekonzept.

4 Prostitution

Eventuell dürfen Prostitutionsstätten und Bordellen in Bremen bald wieder aufmachen. In Niedersachsen fiel Anfang Juni ein entsprechendes Urteil, an dem sich Bremen laut Fuhrmann orientieren könnte. Die Richter des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg hatten Anfang Juni entschieden, dass die Schließung von Bordellen, aber auch ein Verbot der Straßenprostitution, wie es in Niedersachsen galt, angesichts der aktuellen Pandemiesituation nicht mehr angemessen sei.

Soll die Maskenpflicht an weiterführenden Schulen bestehen bleiben?

Video vom 14. Juni 2021
Eine Schulklasse in ihrem Klassenzimmer beim Präsenzunterricht während der Corona_Pandemie und geltener Maskenpflicht.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 15. Juni 2021, 8 Uhr