Verdi schlägt Alarm wegen Personalnot im Bremer Gesundheitsamt

  • Verdi: Gesetzlicher Auftrag kann in manchen Abteilungen nicht erfüllt werden
  • Viele Referatsleiter- und Ärztestellen sind unbesetzt
  • Es kommt zu Verzögerungen bei Untersuchungen an Schulen
In einem Gesundheitsamt wird eine Person geimpft
Bei Reiseschutzimpfungen kommt es nach Angaben der Gewerkschaft Verdi zu langen Wartezeiten. Bild: DPA | Bernd Wüstneck

Die Gewerkschaft Verdi kritisiert die Zustände im Bremer Gesundheitsamt. Auf allen Ebenen fehle es dort an Personal, heißt es in einer Pressemitteilung. Immer mehr Arbeit aber kein zusätzliches Personal: Für die Beschäftigten im Bremer Gesundheitsamt sei die Situation nicht mehr hinnehmbar, kritisiert die Gewerkschaft Verdi. Weil viele Referatsleiter- und Ärztestellen nicht besetzt sind, könne der gesetzliche Auftrag in manchen Abteilungen nicht mehr erfüllt werden. So kommt es laut Verdi zum Beispiel bei Reiseschutzimpfungen zu langen Wartezeiten, und auch ärztliche Untersuchungen an Schulen verzögern sich.

Unterschriftenliste für die Gesundheitssenatorin

Deshalb rief die Gewerkschaft am Dienstagnachmittag zu einer Protestaktion im zuständigen Fachausschuss, der Gesundheitsdeputation, auf. Beschäftigte des Gesundheitsamtes haben Bremens Gesundheitssenatorin Eva Quante-Brandt (SPD) eine Liste mit mehr als 100 Unterschriften überreicht. Sie fordern Entlastung im Arbeitsalltag, entfristete Verträge und zusätzliche Stellen. Mit diesem Anliegen wolle sich das Gesundheitsressort konstruktiv auseinandersetzen, heißt es in einer Stellungnahme. Quante-Brandt sagte, sie könne die Klagen nachvollziehen. Ihre Behörde arbeite an einer Lösung, um die vakanten Stellen schnell zu besetzen. Im Januar will sich die Gesundheitsdeputation erneut mit dem Thema befassen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Vier News, 4. Dezember 2018, 6 Uhr