Bundesweite Hotspot-Regeln: Was in Bremen anders wird – was schon gilt

Für Corona-Hotspots haben Bund und Länder einheitliche Einschränkungen festgelegt. Viele davon sind in Bremen schon in Kraft. Doch es gibt auch Verschärfungen.

Video vom 15. Oktober 2020
Hotelangestellte in Cuxhaven besprechen sich in einem Esszimmer.
Bild: Radio Bremen

Die Stadt Bremen gilt als Corona-Hotspot. Am Mittwoch lag der entscheidende Inzidenzwert bei 79,8 und damit weit über den Grenzwerten von 35 und 50. Deshalb gelten die neu beschlossenen Maßnahmen auch für die Stadt Bremen. Bremerhaven ist davon nicht betroffen. Die Regeln sollen in den kommenden Tagen offiziell in Kraft treten. Doch was genau ändert sich dadurch?

Diese Regel ist seit dem Treffen von Bund und Ländern neu für Bremen:

  • Zehn Menschen bei einer privaten Feier: In Bremen traf diese Grenze bislang nur auf Feiern zu, bei denen Alkohol getrunken wird. Jetzt soll sie allgemein gelten.
  • Und: Die Empfehlung ist, dass die zehn Teilnehmer nur aus zwei Haushalten kommen.
  • Das gilt ab einem Inzidenzwert von 50.

Diese Regeln galten im Hotspot Bremen bereits seit Montag – oder sind sogar strenger:

  • Maskenpflicht an Orten, an denen Menschen länger oder dichter zusammenkommen: Beispielsweise in Innenstädten und auf Wochenmärkten. Das gilt schon ab einem Inzidenzwert von 35.
  • Sperrstunde für die Gastronomie. Das bedeutet: Kneipen, Bars, Restaurants und andere Gastro-Betriebe müssen spätestens um 23 Uhr schließen. Das ist Pflicht für Städte und Regionen, die einen Inzidenzwert von über 50 aufweisen.
  • In Hotspots mit einem Inzidenzwert von über 50 dürfen sich künftig nur noch maximal zehn Personen im öffentlichen Raum treffen. Das gilt für Bremen so nicht, hier sind die Regeln bereits strikter – und sehen folgendermaßen aus:
  • Seit Montag dürfen in Bremen im öffentlichen Raum nur noch fünf Menschen zusammenkommen. Beispiel: Bis zu fünf Kollegen dürfen gemeinsam Mittagessen gehen. Also Menschen aus bis zu fünf Haushalten.
  • Es dürfen auch mehr als fünf Menschen zusammenkommen – wenn sie aus maximal zwei Haushalten kommen. Beispiel: Zwei vierköpfige Familien können gemeinsam spazieren gehen.

Keine Entscheidung gab es über das umstrittene Beherbergungsverbot. Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) hätte dieses gerne gekippt, blieb mit seiner Forderung jedoch bisher erfolglos. Am 8. November soll geprüft werden, wie wirksam das Beherbergungsverbots wirklich ist. Am Donnerstagmittag kündigte Sachsen jedoch an, die Beschränkungen aufzuheben. Zuvor hatte ein Gericht einem Kläger aus Nordrhein-Westfalen Recht gegeben, der einen Urlaub im baden-württembergischen Kreis Ravensburg gebucht hatte.

Corona-Regeln verständlich erklärt: Was gilt jetzt in Bremen?

Video vom 15. Oktober 2020
Eine Grafik die die aktuellen Corona-Regeln erklärt.
Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 14. Oktober 2020, 19:30 Uhr