Bremer Mercedes-Benz-Werk geht für eine Woche in Kurzarbeit

  • Daimler-Konzern geht im Bremer Werk in Kurzarbeit
  • Grund: Engpass bei Elektronik-Chips
  • Kurzarbeit soll eine Woche dauern
Menschen arbeiten in einem Mercedes-Benz-Werk in Bremen
Weil es momentan zu wenig Elektro-Chips gibt, geht das Bremer Mercedes-Benz-Werk in Kurzarbeit. (Symbolbild) Bild: DPA | Carmen Jaspersen

Der Daimler-Konzern fährt mit Beginn dieser Woche an einigen Standorten die Produktion stark herunter. Auch das Bremer Mercedes-Werk geht ab heute in Kurzarbeit. Grund ist ein weltweiter Engpass bei Elektronik-Chips, der die Autoindustrie schon seit Ende des vergangenen Jahres vor Probleme stellt.

Die Kurzarbeit betrifft die meisten der 12.500 Mitarbeiter in Bremen und solle voraussichtlich eine Woche andauern. Man stimme sich eng mit den Zulieferern ab, um flexibel in der Produktion reagieren zu können, heißt es aus der Daimler-Zentrale. Der Mangel an Chips macht sich auch am Mercedes-Standort Rastatt in Baden-Württemberg bemerkbar. Außerdem bei VW in Emden und bei Audi.

Chips für Autos sind Mangelware

Die Bundesregierung hat mittlerweile die Regierung von Taiwan um Hilfe gebeten: Sie solle die taiwanesischen Chip-Hersteller dazu bewegen, die deutschen Autobauer vorrangig zu beliefern. Hintergrund sind Umstellungen in der Chip-Produktion – auch, weil die Autohersteller coronabedingt im vergangenen Jahr weniger Chips abgenommen hatten. Stattdessen wurden vor allem Smartphone- und PC-Chips hergestellt, denn hier nahm die Nachfrage wegen der steigenden Homeoffice-Zahlen zu.

Mercedes-Werk Bremen macht im Februar eine Woche fast komplett dicht

Video vom 15. Januar 2021
Das graue Gebäude des Mercedes-Werk in Bremen. Auf dem Dach der silbernen Mercedes-Stern.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 1. Februar 2021, Nachrichten, 8 Uhr