Meinungsmelder

Mehrheit der Radio-Bremen-Meinungsmelder befürworten "Lockdown light"

Im November wird das öffentliche Leben in weiten Teilen herunter gefahren. Die Mehrheit der Meinungsmelder hält das für die richtige Entscheidung.

Video vom 29. Oktober 2020
Ein Mann hält ein Schild in der Hand mit der Aufschrift "Nein zum Lockdown in der Gastronomie"
Bild: Radio Bremen

Bundesweit reagieren die Behörde im November mit starken Einschränkungen auf die steigenden Corona-Zahlen: Während des "Lockdown light" werden Kneipen geschlossen, Restaurants dürfen nur noch außer Haus Essen verkaufen, Theater und Sporteinrichtungen müssen schließen. Das hält die Mehrzahl der Meinungsmelder von Radio Bremen für richtig. 61 Prozent der insgesamt 1.491 Teilnehmende finden das "definitiv oder eher richtig". 19 Prozent sind unentschieden, lediglich 17 Prozent finden die Maßnahmen "definitiv oder eher falsch".

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Dass Kitas und Schulen vom "Lockdown light" ausgenommen werden sollen, finden 52 Prozent der Meinungsmelder gut, nur 15 Prozent lehnen es ab. Die Zustimmung für die weitere Öffnung von Geschäften teilen mit 57 Prozent sogar noch mehr Teilnehmer.

In der Einzelabfrage finden es die Meinungsmelder insgesamt gut, dass die Weihnachtsmärkte in Bremen nicht stattfinden (57 Prozent Zustimmung), touristische Übernachtungen untersagt sind (46 Prozent Zustimmung) sowie Messen, Kinos, Freizeitparks, Theater und andere Veranstaltungsorte schließen müssen (46 Prozent Zustimmung). Ähnlich verhält es sich auch mit dem temporären Aus für Freizeit- und Amateursport im Verein (45 Prozent Zustimmung).

Nur bezüglich der Schließung von Gaststätten und Restaurants gehen die Meinungen auseinander. Dass sie nur noch zur Lieferung oder Abholung öffnen dürfen, finden 35 Prozent der Meinungsmelder "gut oder sehr gut". 31 Prozent der Teilnehmer finden die Regelung "schlecht oder sehr schlecht". Dazwischen positionieren sich 18 Prozent der Befragten: zehn Prozent finden die Regelung "eher schlecht", acht Prozent "eher gut".

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"Die Gastronomiebetriebe haben unfassbar hohe Kosten gehabt, um das super Hygienekonzept umzusetzen. Von Plexiglasscheiben über neue Speisekarten und in der gesamten Zeit, in der sie geöffnet hatten zudem auch noch Umsatzeinbußen. Schlimm, dass jetzt genau diese Betriebe 'bestraft' werden", kommentiert ein Meinungsmelder in der Befragung. Andere halten dagegen: "Auch hier habe ich Verständnis für die Verärgerung der Gastwirte. Allerdings ist die Entschädigungsregelung sehr angemessen. Wir müssen alle unnötigen Kontakte reduzieren, um einen Kollaps des Gesundheitssystems zu vermeiden."

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 29. Oktober 2020, 19:30 Uhr