Bremens Verkehrssenator warnt vor E-Scootern auf Gehwegen

  • Gehwege sollen laut Lohse nicht für E-Roller freigegeben werden
  • Befürchtung: Konflikte zwischen Fußgängern und Rollerfahrern
  • ADFC findet Radwege zu eng, als dass auch Roller dort fahren könnten
Elektroroller stehen auf einem Gehweg in Wien.
Lohse hält es für ein zu hohes Risiko, wenn Fußgänger und Rollerfahrer sich einen Weg teilen. Bild: Imago | Viennareport

Der Bremer Verkehrssenator Joachim Lohse (Grünen) warnt davor, Elektro-Roller auf Gehwegen zu erlauben. Das Bundeskabinett in Berlin hat am Mittwoch mit einer neuen Verordnung den Weg frei gemacht für die sogenannten E-Scooter auf deutschen Straßen. Das letzte Wort haben die Länder im Bundesrat.

Doch der Bremer Verkehrssenator befürchtet Konflikte zwischen Fußgängern und Fahrern von Elektrorollern. Er will am Freitag bei der Verkehrsministerkonferenz in Saarbrücken erreichen, dass Gehwege und Fußgängerzonen nicht für die Roller freigegeben werden.

Fuß- und Radwege müssten für Roller breiter werden

Auf der Straße kann sich Nils Linge vom Bremer ADAC E-Scooter zusammen mit Autos vorstellen – aber nur, wenn die Roller eine gewisse Geschwindigkeit haben und den Verkehrsfluss nicht zu sehr stören. Auf Radwegen mit den Rollern zu fahren, das sieht Sven Eckert vom Fahrrad-Club ADFC in Bremen kritisch: Für immer mehr Radverkehr seien viele Wege jetzt schon zu eng. Sie müssten deutlich breiter werden, damit auch noch Platz für Roller ist.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 4. April 2019, 6 Uhr