Verlängerung der Linie 8: Klagen gegen Pläne abgewiesen

  • Bundesverwaltungsgericht bestätigt Pläne für Verlängerung der Linie 8
  • Anwohner hatten gegen die Planungen geklagt und zunächst recht bekommen
  • Bovenschulte begrüßt das Urteil aus Leipzig
Ein Mann betritt eine Straßenbahn auf Bahnhof
Die nächste juristische Hürde ist genommen, wann aber die ersten Bahnen Richtung Stuhr und Weyhe fahren, ist noch unklar.

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat die Pläne für die Verlängerung der Straßenbahnlinie 8 bestätigt. Die Linie 8 soll ab Huchting weiterführen über Stuhr bis nach Weyhe.

Zuvor hatte es Klagen von Anwohnern gegen den Planfeststellungsbeschluss gegeben. Planer und Kläger waren von unterschiedlichen Rechtsgrundlagen ausgegangen. Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg hatte den Klägern zunächst Recht gegeben, das hat nun aber das Bundesverwaltungsgericht anders gesehen. Somit kann nun weiter geplant werden. Wegen noch im Raum stehender Ergänzungsansprüche von Anwohner ist das Verfahren an das Oberverwaltungsgericht zurückverwiesen worden.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) begrüßte das Urteil. Zunächst müsse aber die schriftliche Begründung abgewartet werden. Erst dann könne Bremen gemeinsam mit Niedersachsen weitere Schritte konkret umsetzen. Die längst überfällige Anbindung des südlichen Umlandes an Bremen sei aber in greifbarer Nähe, so Bovenschulte. Der SPD-Politiker sprach von einem positiven Signal für Pendler und für die Bremer City. Die Verlängerung der Linie 8 gilt als das größte Vorhaben zum Ausbau des Nahverkehrs um Bremen. Wann genau die erste Straßenbahn fahren wird, ist noch unklar.


Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 7. November 2019, 19:30 Uhr