Verbeamtete Lehrer in Bremen verdienen künftig gleich viel

  • Bürgerschaft beschließt Anhebung von Lehrer-Gehältern auf gleiches Niveau
  • Verbeamtete Lehrer in Bremen verdienen künftig gleich viel
  • Die Aufgaben seien mittlerweile weitgehend gleich, hieß es
Der Arm und die Hand eines Kindes vor einer Tafel in einem Klassenraum.
Die Aufgaben, die Lehrer in Bremen zu leisten haben, sind mittlerweile weitgehend gleich, lautet die Argumentation für eine gleiche Bezahlung. Bild: DPA | Patrick Pleul

Die Bremische Bürgerschaft hat mit den Stimmen aller Abgeordneten beschlossen, dass künftig alle verbeamteten Lehrerinnen und Lehrer in Bremen gleich viel Gehalt bekommen. Bisher haben Lehrer an Gymnasien mehr Geld verdient als ihre Kollegen, die in der Grundschule beziehungsweise Schüler bis zur zehnten Klasse unterrichten. Im Jahr 2005 wurde deren Gehalt verringert. Die Begründung lautete damals, sie hätten eine geringere Qualifikation und weniger hohe Anforderungen als ihre Kollegen an Gymnasien.

Es gibt bislang Unterschiede von mehreren hundert Euro im Monat. Nun heißt es: Die Aufgaben seien inzwischen weitgehend gleich, auch mit Blick auf die Betreuung behinderter Kinder im Rahmen der Inklusion. Etwa 1.400 Lehrerinnen und Lehrer können sich nun über eine höhere Besoldung freuen. Die Bürgerschaft hat außerdem beschlossen, den kürzlich ausgehandelten Tarifvertrag für die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst der Länder auch auf Beamte und Richter zu übertragen.

Auch angestellte Lehrer, die in der Gehaltsgruppe A 12 sind, bekommen künftig mehr. Das betrifft vor allem Lehrer an Grundschulen. Ab August bekommen sie zunächst eine monatliche Zulage – bei Vollzeitkräften in Höhe von etwa 150 Euro im Monat. Ein Jahr später kommen nochmal 120 Euro obendrauf. Ab August 2021 erfolgt dann die endgültige Höhergruppierung auf die Gehaltsstufe A 13.

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Vier News, 9. Mai 2019, 18 Uhr