Beschluss der Bürgerschaft: In Bremen dröhnen Laubbläser bald seltener

  • Einsatz von Laubbläsern mit lautem Verbrennungsmotor sollen reduziert werden
  • Auch CDU und FDP stimmen Antrag der Koalition in der Stadtbürgerschaft zu
  • BSAG und Umweltbetrieb sollen auf leisere akkubetriebene Geräte umsteigen
Video vom 15. September 2020
Eine Person in Warnweste hält einen Laubbläse in der Hand.
Bild: Radio Bremen

In Bremen soll der Einsatz von Laubbläsern mit Verbrennungsmotor reduziert werden. Das hat die Stadtbürgerschaft beschlossen. Auch die Oppositionsfraktionen CDU und FDP stimmten dem Antrag der rot-grün-roten Regierungskoalition zu.

Sie sind laut, wirbeln Feinstaub auf, schaden Kleintieren und Insekten und stoßen Schadstoffe aus. Vieles also, da waren sich Redner aller Fraktionen einig, was gegen Laubbläser und Laubsauger spricht – vor allem gegen die mit Benzin betriebenen. Verbindliche Grenzwerte für Lärm gibt es nicht. Die Geräte sind zum Teil so laut wie Kreissägen und Presslufthammer – und das ist nicht nur nervig, sondern auch gesundheitsschädlich.

Der Umweltbetrieb Bremen und die Bremer Straßenbahn AG sollen deshalb auf die leiseren akkubetriebenen Varianten umrüsten und außerdem prüfen, auf welchen Flächen der Einsatz reduziert werden kann. Ganz auf die Geräte zu verzichten ist allerdings keine Option: denn Laubbläser und -sauger sparen Personal und damit Geld. Ein Gerät schafft soviel wie bis zu fünf Leute mit Harken, so Bremens Umweltsenatorin Maike Schaefer (Grüne). Sie kündigte an, auch mit privaten Gehwegreinigungsfirmen über die Umrüstung auf akkubetriebene Geräte zu reden. 

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 15. September 2020, 19:30 Uhr