Daimler weitet Kurzarbeit ab September auf Bremer Kundencenter aus

Video vom 25. August 2021
Eine Frau montiert (Archivbild)
Bild: DPA | Sebastian Gollnow
Bild: DPA | Sebastian Gollnow
  • Kurzarbeit im Mercedes-Werk wird offenbar nächste Woche fortgesetzt
  • Ab September auch wieder Jobs im Kundencenter betroffen
  • Nach Informationen von buten un binnen sind rund 8.500 Beschäftigte betroffen

Die Kurzarbeit im Bremer Mercedes-Werk soll nach Informationen von buten un binnen in der kommenden Woche fortgesetzt werden. Betroffen sind demnach zunächst rund 8.500 Mitarbeitende. Das sind rund zwei Drittel der Belegschaft.

Bisher waren von den Maßnahmen in erster Linie Jobs in der Produktion betroffen. Nach Informationen von buten un binnen sollen ab September aber erstmals seit Monaten auch wieder Mitarbeitende des Kundencenters, wo die Fahrzeugübergabe an Privatkunden erfolgt, in Kurzarbeit gehen. Hintergrund dieser Maßnahme sei, dass das Werk schlicht zu wenige Fahrzeuge produziere, um das Kundencenter auszulasten, heißt es aus Belegschaftskreisen. Vom Daimler-Konzern gab es zunächst keine Bestätigung der Pläne.

Lieferengpässe bei Halbleitern

Der Autobauer kämpft seit Monaten mit Produktionsproblemen. Grund ist nach Angaben des Unternehmens ein weltweiter Lieferengpass bei Halbleiterkomponenten. Der Mangel an elektronischen Chips führt schon seit dem Jahreswechsel zu Produktionsausfällen bei Autoherstellern rund um den Globus.

Im Bremer Mercedes-Werk arbeiten 12.500 Menschen. Der Autobauer ist damit der größte private Arbeitgeber der Stadt.

Rückblick: Daimler macht Gewinn trotz Kurzarbeit – geht das zusammen?

Video vom 23. Februar 2021
das Firmenzeichen von Mercedes-Benz.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

 

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 25. August 2021, 19:30 Uhr