So will Bremen Kontaktpersonen von Schwangeren gegen Corona impfen

  • Zwei Kontaktpersonen von Schwangeren dürfen gegen Corona geimpft werden
  • Ab dem 15. April soll die Terminvergabe losgehen
  • Frauen sollen Termin über Gynäkologie-Praxen organisieren
Eine Familie sitzt mit ihrer Tochter auf dem Sofa und schaut in einen Laptop. Die Frau ist schwanger.
Schwangere dürfen zwei Kontaktpersonen benennen, die dann gegen das Coronavirus geimpft werden – jetzt hat das Gesundheitsressort und die Kassenärztliche Vereinigung Bremen besprochen, wie die Impftermine vergeben werden. (Symbolbild) Bild: Imago | Science Photo Library

Schwangere dürfen laut Corona-Impfverordnung jeweils zwei Menschen benennen, die ihnen Nahe stehen. Sie dürfen dann eine Impfung gegen das Corona-Virus erhalten. Diese Kontaktpersonen sind Teil der Priorisierungsgruppe II. Die Impfung soll aber in der Regel nicht in den gynäkologischen Praxen vorgenommen werden. Jetzt haben sich das Gesundheitsressort und die Kassenärztliche Vereinigung Bremen auf ein Verfahren geeinigt.

Ab dem 15. April können Schwangere im Land Bremen über ihre Gynäkologinnen und Gynäkologen ein Informationsschreiben mit Termin-Codes für zwei Impftermine erhalten. Die Impfung wird laut Mitteilung des Gesundheitsressorts entweder in den Bremer Impfzentren oder beim Hausarzt oder der Hausärztin möglich sein.

So kommen die Kontaktpersonen an ihren Impftermin:

  1. Schwangere kontaktieren ab dem 15. April ihre Frauenärzte.
  2. Die gynäkologische Praxis trägt die Namen der engen Kontaktpersonen in ein Formular der Gesundheitsbehörde ein, durch einen Praxis-Stempel und Unterschrift wird die Richtigkeit der Angaben bestätigt. Jede Schwangere kann zwei solcher Formulare erhalten
  3. Das Formular enthält einen Termincode. Mit diesem Code kann in den Impfzentren in Bremen und Bremerhaven dann ein Impftermin vereinbart werden.
  4. Sollte eine Impfung bei einem Hausarzt oder einer Hausärztin gewünscht sein, kann das Formular dort angewendet werden. Der Code für das Impfzentrum verfällt damit.

Einer der Gründe für diese Organisationsstruktur ist, dass so komplizierte Lieferungen an Praxen mit nur wenig Schwangeren vermieden werden, teilt das Gesundheitsressort mit. In Bremer Praxen können auch enge Kontaktpersonen geimpft werden, die ihren Erstwohnsitz nicht in Bremen haben. Auch darauf haben sich Gesundheitsbehörde und Kassenärztliche Vereinigung verständigt. Diese Regelung bezieht sich jedoch nur auf Menschen, die bereits zum bestehenden Patientenstamm der jeweiligen Praxen gehören.

Rückblick: Bremer fordern mehr Klarheit bei der Impfreihenfolge

Video vom 31. März 2021
Eine Seniorin bekommt eine Impfung von einer Ärztin verabreicht.
Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 8. April 2021, 19:30 Uhr