Zukunft der Bremer Jacobs University soll bis November geklärt sein

  • Wissenschaftssenatorin Schilling will bis November Konzept vorlegen
  • Hauptgeldgeber Jacobs Foundation stellt finanzielle Unterstützung ein
  • Stadt will nicht erneut Geld an die Privat-Uni zahlen
Der Eingang der Jacobs University. Ein Willkommensschild auf vielen verschiedenen Sprachen.
Die Jacobs Foundation will bisher zugesicherte Gelder weiterhin zahlen.

Bremens Wissenschaftssenatorin Claudia Schilling (SPD) will bis November ein Konzept vorlegen, wie es mit der privaten Jacobs University weitergeht. Das hat der Senat beschlossen. Die Uni kämpft ums Überleben, weil ihr Hauptgeldgeber – die Jacobs Foundation – die finanzielle Unterstützung einstellt. 

Bereits zugesagte Gelder will die Jacobs Foundation noch an die Universität in Bremen-Grohn zahlen – immerhin gut 60 Millionen Euro. Damit kann die Privat-Uni wohl noch bis Anfang 2023 den Betrieb aufrecht erhalten. Man habe nun Zeit verschiedene Modelle für die Zukunft der Uni zu prüfen, sagte Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) auf einer Pressekonferenz.

Zum Beispiel könnte die Jacobs University in die öffentliche Hochschulen integriert werden oder ein anderer Geldgeber könnte einsteigen und die Privat-Uni weiterführen. Dass die Stadt erneut Geld an eine Uni zahlt, die Studiengebühren erhebt, schloss das Wissenschaftsressort am Dienstag erneut aus. Dazu gebe es bereits einen entsprechenden Senatsbeschluss. Mehr als 200 Millionen Euro hat Bremen bereits in die Uni gesteckt.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Nachmittag, 30. Juni 2020, 17 Uhr