Breite Zustimmung für Beteiligung der DFL an Polizeikosten

  • Repräsentative WDR-Umfrage zu Polizeikosten bei Hochrisikospielen
  • 90 Prozent der Befragten wollen eine Beteiligung der DFL
  • Bremen führt Rechtsstreit gegen die Deutsche Fußball-Liga
Fans und Polizisten beim Werderspiel
Eine große Mehrheit der Deutschen befürwortet eine Beteiligung der DFL an Polizeikosten. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Eine große Mehrheit der Deutschen ist für eine Beteiligung der Deutschen Fußball Liga (DFL) an den Polizei-Mehrkosten bei sogenannten Hochrisikospielen. Das ergab eine repräsentative Umfrage von Infratest Dimap im Auftrag des WDR.

Auf die Frage "Fänden Sie es richtig, dass sich die Vereine bzw. die Deutsche Fußball Liga an den zusätzlichen Polizeikosten bei Risikospielen beteiligt?", antworteten 90 Prozent der Befragten mit "Ja", neun Prozent gaben die Antwort "Nein, fände ich nicht richtig". Die DFL liegt derzeit in einem Rechtsstreit mit der Hansestadt Bremen um die Beteiligung an Mehrkosten für Polizeieinsätze. Bremen hatte 2015 nach dem Hochrisikospiel Werder Bremen gegen den Hamburger SV der DFL gut 400.000 Euro Zusatzkosten für den Polizeieinsatz per Gebührenbescheid in Rechnung gestellt. Dagegen hatte die DFL 2017 erfolgreich geklagt, in zweiter Instanz bekam 2018 die Hansestadt Bremen vor dem Verwaltungsgericht Bremen Recht.

In dieser Sache fällt das Bundesverwaltungsgericht Leipzig am 29. März das letztinstanzliche Urteil. Dieses könnte weitreichende Folgen haben, weil sich weitere Bundesländer an dem Richterspruch orientieren könnten.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau, 19. März 2019, 12 Uhr