Neuanfang am Bremer Klinikum Mitte: Neue Chefin für größte Geno-Klinik

  • Dorothea Stahl übernimmt Führung des Klinikums Mitte
  • Bisherige Direktorin arbeitet künftig an anderen Aufgaben in der Geno
  • Geno rechnet mit einem Minus von 20 Millionen Euro in diesem Jahr
Klinikum Bremen Mitte und Umgebung aus der Luft gefilmt
Das Klinikum Bremen Mitte bekommt eine neue Direktorin: Bereits ab Mittwoch wechselt die Führung und Dorothea Stahl übernimmt den Posten von der bisherigen Chefin.

Neuanfang für das Klinikum Bremen Mitte: Ab Mittwoch gibt es dort eine neue Direktorin. Das bestätigte Geno-Geschäftsführerin Heike Penon am Rande der Aufsichtsratssitzung der Bremer Krankenhausgesellschaft am Montagnachmittag.

Wir wollen durchstarten, weiter weg vom Defizit hin zu einem positiven Fahrwasser und da denken wir, ist ein Wechsel an der Spitze notwendig.

Die Geschäftsführerin der Gesundheit Nord Heike Penon.
Heike Penon, Geschäftsführerin der Bremer Krankenhausgesellschaft Geno

Dorothea Stahl wird künftig die größte Klinik im Geno-Verbund leiten. Sie ist seit langem für das Controlling im Klinikverbund zuständig. Die bisherige Direktorin, Daniela Wendorff, übernehme andere Aufgaben im Unternehmen, so Penon.

Damit läuft ein Brief des Betriebsrates ins Leere. Der hatte gemeinsam mit zahlreichen Chefärzten gefordert, dass die bisherige Direktorin im Amt bleibt.

Geno legt Gesundheitssenatorin Wirtschaftsplan vor

In der Sitzung legte Penon außerdem ihre Erwartungen für das laufende Jahr für die Geno vor. Die Bremer Krankenhausgesellschaft rechnet in diesem Jahr mit einem Minus von 20 Millionen Euro.

Den vorgelegten Wirtschaftsplan hält Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) für realistisch. Im vergangenen Jahr hatte die Geno 28 Millionen Euro Miese eingefahren – also acht Millionen Euro mehr, als die Geschäftsführung für dieses Jahr annimmt. Jahr für Jahr soll die Geno weniger Miese machen – bis 2024 die schwarze Null erreicht ist.

Ich glaube, dass wir in der Organisation der einzelnen Standorte mehr rausholen können.

Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard im Interview mit buten un binnen über die Geno-Misere
Claudia Bernhard, Senatorin für Gesundheit (Linke)

Die Geno brauche neue Strukturen, sagt die Gesundheitssenatorin. Kurzfristig müssten Patienten schneller in freie Betten verlegt und mehr Personal eingestellt werden. Darüber hinaus erarbeite die Geno-Leitung gerade ein Konzept, welche Klinik künftig welche Aufgaben übernehmen soll.

Geno erwartet für 2020 ein Minus von 20 Millionen Euro

Video vom 17. Februar 2020
Das Gebäude der Geno.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 17. Februar 2020, 18 Uhr