Diese 7 Regeln unterscheiden den "Freipark" vom Freimarkt

Der Bremer Freimarkt wird in diesem Herbst wegen Corona durch den "Freipark" ersetzt. Dies sind die wichtigsten Dinge, die den Freizeitpark vom Volksfest unterscheiden.

So soll der Bremer Freimarkt trotz Corona stattfinden – als Freipark

Video vom 11. September 2020
Der Bremer Freimarkt in der Dämmerung.
Bild: Radio Bremen

Der Bremer Senat und die regionalen Schausteller haben sich darauf geeinigt, den Freimarkt in diesem Jahr in Form eines Freizeitparks stattfinden zu lassen, den so genannten Freipark. Im Gegensatz zum Freimarkt gelten für die Veranstaltungen allerdings einige Regeln.

1 Früherer Start und zwei Wochen länger

Der Freimarkt hätte ursprünglich vom 16. Oktober bis zum 1. November stattfinden sollen. Der stattdessen geplante "Freipark" findet vom 2. Oktober bis zum 1. November statt. Für diesen Zeitraum gibt es eine Ausnahmegenehmigung für den Betrieb eines Freizeitparks auf der Bürgerweide vom Senat.

2 Striktes Alkoholverbot

Damit der "Freipark" auf der Bremer Bürgerweise stattfinden darf, gilt ein striktes Alkoholverbot. Das hatten die Schausteller ursprünglich kritisiert und deshalb den Freimarkt generell in Frage gestellt. So hatte der Vorsitzende des Schaustellerverbandes des Landes Bremen, Rudolf Robrahn, gegenüber buten un binnen erklärt, dass bei einem Alkoholverbot zu wenige Besucher kommen würden, um den Freimarkt wirtschaftlich durchführen zu können.

3 Eintrittsgeld für Gäste

Die Schausteller planen, dass die Besucher zwischen einem und zwei Euro Eintritt für den "Freipark" zahlen müssen. Dies dürfte aber nur einen kleinen Teil der Kosten decken. Daher hat der Senat zugesagt, die Organisatoren mit bis zu 800.000 Euro bei der Organisation zu unterstützen.

4 Maximal 6.000 Besucher gleichzeitig

Eine Bedingung, damit temporäre Freizeitparks in Zeiten von Corona überhaupt stattfinden können, ist die Begrenzung der Besucherzahl: Für den Ersatz-Freimarkt sind maximal 6.000 Besucher gleichzeitig erlaubt. Bislang waren Veranstaltungen mit mehr als 250 Personen in geschlossenen Räumen und mit mehr als 400 Personen unter freiem Himmel in Bremen aufgrund der Corona-Pandemie verboten.

5 Zäune und Einlasskontrollen

Bereits bekannt war, dass das Gelände auf der Bürgerweide umzäunt werden muss. Dies ist auch eine Voraussetzung für die geplanten Einlasskontrollen und die Einhaltung der maximalen Besucherzahl. Die Kontaktdaten der Besucher werden an den Eingängen entweder per Hand oder per QR Code erfasst.

6 Kein Festzelt und Schluss um 22 Uhr

Ein Festzelt wird es, wie bereits zuvor bekannt, nicht geben. Dies würde auch dem Alkoholverbot zuwiderlaufen. Die Öffnungszeit des "Freiparks" endet um 22 Uhr.

7 Hygienekonzept der Schausteller

Die Schausteller haben sich verpflichtet, ein Hygienekonzept zu erstellen, um potenzielle Ansteckungen mit dem Corona-Virus zu minimieren. Sichergestellt werden soll so, dass Abstandsregeln vergleichbar zur Außengastronomie eingehalten werden, keine Ballungen vor Einzelständen stattfinden und eine Entzerrung des Marktes über den Kernbereich hinaus stattfindet. Dort, wo eine Entzerrung schwer möglich ist, soll eine Maskenpflicht gelten. "Mit dem temporären Freizeitpark werden wir zeigen, dass wir unseren Beruf mit den notwendigen Hygienekonzepten vereinbaren können", sagt Susanne Keuneke, Verein der Schausteller und Marktkaufleute.

Mitschnitt der Senats-PK pro Bremer Freimarkt

Video vom 11. September 2020
Rudolf Robrahn und Susanne Keuneke während der Pressekonferenz im Bremer Rathaus
Bild: Radio Bremen

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Autor

  • Kristian Klooß

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 11. September 2020, 19:30 Uhr