Was Grünkohl und Bienen in Bremen mit Flugzeug-Abgasen zu tun haben

  • Zahl der Nachtflüge ist seit 2010 um 33 Prozent gesunken
  • Durchschnittlich weniger als fünf Flüge pro Nacht
  • Lärmschutzzonen werden nächstes Jahr genau untersucht
Honigbiene auf einer Wabe
Mehrere Bienenvölker helfen den Behörden, die Abgaswerte des Flughafens zu überprüfen. Bild: Imago | Science Photo Library

Der nächtliche Fluglärm am Bremer Airport hat deutlich abgenommen. Das wurde in einer Sitzung der Häfendeputation deutlich. Die Zahl der Nachtflüge ist danach seit 2010 um fast 33 Prozent gesunken. Damals gab es insgesamt noch 2.559 Nachtflüge, im vergangenen Jahr nur noch 1.709.

Neue Entgeltordnung sorgt für Ruhe

Flugzeug der Fluglinie Germania bei Nacht
Nach 22 Uhr starten im Schnitt nur noch fünf Flugzeuge am Bremer Flughafen.

Nach 22 Uhr ist es jetzt am Bremer Flughafen ziemlich still. Weniger als fünf Flüge gibt es noch im Schnitt, und die alle vor Mitternacht. Bis sechs Uhr am Morgen herrscht danach fast immer Ruhe. Das Häfenressort führt das auch auf die neue Entgeltordnung zurück. Für Fluggesellschaften lohnt es sich nun, abends pünktlich zu sein, weniger Lärm zu machen und auch weniger Schadstoffe auszustoßen.

Die Abgaswerte misst der Flughafen übrigens auch biologisch: mit zwei Grünkohlbeeten und fünf Bienenvölkern. Die Honigqualität sei ausgezeichnet, erklärte das Häfenressort. Wie es um den Bremer Fluglärm insgesamt steht, soll im kommenden Jahr untersucht werden. Dann werden die Lärmschutzzonen überprüft und möglicherweise deutlich verändert.

Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 18. April 2018, 22 Uhr