Meyer-Heder widerspricht Kritik von Bremer DGB-Chefin

  • Deutscher Gewerkschaftsbund kritisiert CDU-Spitzenkandiaten Meyer-Heder
  • Laut DGB stelle er die Rolle von Personal- und Betriebsräten infrage
  • Meyer-Heder widerspricht Vorwürfen und bietet Gespräch an
Bremer DGB-Chefin Annette Düring
Die Bremer Chefin des DGB fordert von Meyer-Heder ein Bekenntnis zur betrieblichen Mitbestimmung. Bild: DPA | Carmen Jaspersen

Der Bremer DGB wirft dem CDU-Spitzenkandidaten Carsten Meyer-Heder vor, er stelle die Rolle der Betriebs- und Personalräte infrage. Entsprechende Aussagen fänden sich in seiner Wahlkampagne, heißt es in einem offenen Brief. So habe Meyer-Heder gesagt, es sei ein "ideologischer Gedanke", dass ein gut geführtes Unternehmen einen Betriebsrat braucht. Außerdem werde er damit zitiert, dass Mitbestimmung im Betrieb Neueinstellungen blockieren könne. Meyer-Heder müsse seine Aussagen überdenken und korrigieren, fordert der Deutsche Gewerkschaftsbund in seinem offenen Brief.

DGB-Chefin Annette Düring sagte zu buten un binnen: "Wir fordern von Herrn Meyer-Heder ein klares Bekenntnis zur betrieblichen Mitbestimmung. Es sind die Betriebs- und Personalräte, die für innerbetriebliche Demokratie sorgen, für Stabilität und gute Arbeit."

Der CDU-Spitzenkandidat widersprach den Vorwürfen. Er habe Respekt vor der wichtigen Arbeit der Betriebsräte und stelle diese auch an keiner Stelle infrage, erklärte Meyer-Heder. In seinem eigenen Betrieb gebe es keinen Betriebsrat, weil es aus dem Team bisher keine Initiative gegeben habe, so der IT-Unternehmer. Wo die Belegschaft dies wolle, könne und müsse aber ein Betriebsrat entstehen. Der CDU-Spitzenkandidat erklärte sich zum persönlichen Gespräch mit dem Bremer DGB bereit.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 17. Mai 2019, 15 Uhr