Zu hohe Corona-Zahlen: Freipark mit nur 3.000 Gästen, Werder ohne Fans

Der Bremer Senat hat entschieden: Das Werder-Spiel am Samstag findet vor leeren Rängen statt. Und der Freipark wird auf 3.000 Gäste begrenzt. Auch eine Schließung wäre möglich.

Video vom 1. Oktober 2020
Bildmontage: Der Bremer Freipark vor der Eröffnung und das Weser-Stadion mit leeren Rängen nebeneinander.
Bild: Gumzmedia / Andreas Gumz | Radio Bremen
Bild: Gumzmedia / Andreas Gumz | Radio Bremen

Das Heimspiel von Werder Bremen gegen Arminia Bielefeld wird am Samstag ohne Zuschauer im Weser-Stadion stattfinden müssen. Das hat der Senat am Donnerstag entschieden. Demnach greift in Bremen eine Regelung, die gemeinsam mit den Bundesliga-Vereinen getroffen wurde. Sie besagt, dass Spiele bei einem Inzidenz-Wert von 35 und mehr vor leeren Rängen stattfinden müssen. Diese Regelung findet nun in Bremen Anwendung.

Diese Entscheidung hat nicht zur Ursache, dass es schlechte Erfahrungen mit dem letzten Spiel von Werder gab. Es ist einzig und allein die Einhaltung selbstgesetzter Regeln.

Andreas Bovenschulte (SPD), Bürgermeister

Dass beim Werder-Heimspiel im Weser-Stadion keine Zuschauer anwesend sein dürfen, bezeichnete Club-Präsident Hubertus Hess-Grunewald als folgerichtig. Das entspreche den Regeln, die sich die Deutsche Fußball-Liga selbst auferlegt habe.

Freipark-Schließung bei Inzidenz-Wert über 50

Auch die Ersatz-Veranstaltung für den Freimarkt, der Freipark, soll angesichts der Grenzwert-Überschreitung kleiner ausfallen als ursprünglich geplant. Maximal 3.000 Gäste sollen die am Freitag beginnende Veranstaltung gleichzeitig besuchen dürfen.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) zufolge sei die Entscheidung des Senats eine Zwischenlösung. So hätte der Freipark bei einem Inzidenz-Wert von unter 35 so stattfinden können wie ursprünglich geplant – also mit bis zu 6.000 Gästen. Bovenschulte betonte jedoch auch, dass ein weiterer Anstieg des Inzidenz-Werts auf über 50 zu einer Schließung des Freiparks führen würde.

Bremen hatte am Mittwoch den Corona-Inzidenzwert von 35 Infizierten pro 100.000 Einwohnern in den letzten sieben Tagen gerissen. Der Wert lag am Donnerstag nach Angaben der Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) bei gut 40. Sollte der Wert über 50 steigen, würde der Senat sofort handeln – und beispielsweise den Freipark vorübergehend schließen.

Der Vorsitzende des Bremer Schaustellerverbands, Rudi Robrahn, äußerte sich angesichts der Entscheidung erleichtert. Er sei froh, dass es überhaupt losgehen kann, so Robrahn gegenüber buten un binnen.

Einschränkung privater Feiern beschlossen

Auch eine Verschärfung der Regeln für private Feiern und Zusammenkünfte hat der Senat am Donnerstag beschlossen. Auf die neuen Richtlinien hatten sich Bund und Länder Anfang der Woche geeinigt: Demnach werden ab einem Inzidenz-Wert von 35 private Feiern auf maximal 50 Personen begrenzt. Außerdem dürfen sich dann nur noch 25 Personen zugleich in einer Wohnung aufhalten.

Steigt der Inzidenz-Wert auf 50, sollen nur noch 25 statt 50 Personen zu privaten Feiern kommen dürfen und sich maximal zehn Personen in derselben Wohnung aufhalten. Die Beschlüsse werden in die neue Corona-Verordnung des Landes Bremens übernommen. Sie gelten ab Freitag.

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 1. Oktober 2020, 19:30 Uhr