Bremen fordert mehr Geld vom Bund für Ganztagsschulen

  • Einigung zwischen Bund und Ländern steht noch aus
  • Bremens Bürgermeister fordert: Bund solle eine Schippe drauf legen
  • Ziel: Ab 2025 verlässliche Betreuung auch am Nachmittag
Bürgermeister Bovenschulte bei einer Pressekonferenz im Rathaus
Fordert mehr Geld vom Bund: Bürgermeister Bovenschulte. (Archivbild) Bild: Radio Bremen

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) fordert, dass sich der Bund mehr an den Kosten für den Ganztags-Ausbau von Grundschulen beteiligt. In einer Videoschalte mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) haben sich die Ministerpräsidenten und der Bund am Abend dazu aber nicht geeinigt.

Es geht um die laufenden Kosten für den Ganztagsausbau. Die Länder wollen, dass die Hälfte der Bund trägt. Doch der will nur zehn Prozent davon übernehmen. Viel zu wenig, sagt Bremens Regierungschef Bovenschulte zu buten un binnen. Geht es nach dem Bund, bekäme Bremen nur vier Millionen Euro pro Jahr. Setzen die Länder sich durch, wären es 15 Millionen Euro allein für Bremen, sagt Bovenschulte.

Ziel: Ab 2025 verlässliche Betreuung auch am Nachmittag

Jetzt soll eine Arbeitsgruppe klären, wie Bund und Länder zusammenkommen. Noch vor der Bundestagswahl im nächsten Herbst soll ein Ergebnis da sein, sagt Bovenschulte. Damit es zu einer Einigung kommt, solle der Bund schon noch eine Schippe drauf legen, meint er. Ab 2025 soll jedes Grundschulkind eine verlässliche Betreuung am Nachmittag erhalten. Vergangene Woche hatte der Bundesrat das entsprechende "Ganztags-Finanzierungsgesetz" dazu gebilligt. Jetzt soll ein Sondertopf eingerichtet werden, aus dem die Länder den Ausbau finanzieren können.

So viele Schüler und Lehrer sind positiv auf Corona getestet worden

Video vom 21. November 2020
Grafik mit den Angaben über corona-infizierte Schüler*innen und Beschäftige an Schulen.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 2. Dezember 2020, 22 Uhr