Bremische Bürgerschaft debattiert über Covid-19 als Berufskrankheit

  • Bremer Koalition fordert Anerkennung von Covid-19 als Berufskrankheit
  • Bürgerschaft debattiert einen entsprechenden Antrag
  • Liste der Berufskrankheiten legt Bundesministerium fest
Zwei Menschen stehen neben einem Krankenhausbett und kümmern sich um eine Covid-19-Patientin.
Bislang können nur Menschen im Gesundheits- und Wohlfahrtbereich Covid-19 als Berufskrankheit anerkennen lassen. Das möchte die Bremer Koalition jetzt ändern. (Symbolbild) Bild: Radio Bremen

Die rot-grün-rote Bremer Koalition will, dass eine Covid-Erkrankung für mehr Menschen als bisher als Berufskrankheit anerkannt wird. Ein entsprechender Antrag der drei Regierungsparteien wird heute in der Bremischen Bürgerschaft debattiert. Arbeitnehmern stehen im Falle einer Arbeitsunfähigkeit durch eine anerkannte Berufskrankheit mehr Leistungen zu – unter anderem kann das eine Rente sein.

Bisher sind Infektionskrankheiten, also zum Beispiel eine Infektion mit dem Sars-Cov-2-Erreger, nur für Beschäftigte im Gesundheits- und Wohlfahrtsbereich als Berufskrankheit anerkennungsfähig. Die rot-grün-rote Koalition in Bremen will den Kreis der Berufe nun erweitern.

Senat soll auf Bundesebene für Erweiterung eintreten

In dem Antrag ist die Rede von Beschäftigten in Kitas, Supermärkten oder Lieferdiensten. Auch Mitarbeitende in Schlachthöfen werden genannt. Die Koalition fordert den Senat auf, auf Bundesebene für die Erweiterung der infrage kommenden Berufe einzutreten. Ein Sachverständigenbeirat im Bundesministerium für Arbeit und Soziales legt die Liste der Berufskrankheiten fest.

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Bild: Radio Bremen
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