Jugendamtsleiterin erhält Rückendeckung nach Untreue-Anzeige

  • Bremerhavener Stadtverordnete Büsing hatte Strafanzeige gegen die Amtsleiterin gestellt
  • Dezernentin nennt Vorwurf des Systems der schwarzen Kassen absurd und ehrabschneiderisch
  • Streit zwischen Büsing und dem Jugendamt gibt es bereits seit einem Jahr
Der Briefkopf eines Schreibens des Magistrats der Seestadt Bremerhaven

Bremerhavens Jugenddezernentin Claudia Schilling (SPD) nimmt die Leiterin des Jugendamtes gegen den Vorwurf der Haushaltsuntreue in Schutz. Gegen sie liegt eine Strafanzeige vor. Gestellt wurde die Anzeige von der Stadtverordneten Marika Büsing (ehemals SPD).

In einer Pressemitteilung weist Schilling die Vorwürfe aus der Strafanzeige als absurd und „geradezu ehrabschneiderisch“ zurück.

Büsing vergleiche Zahlen miteinander, die nicht verglichen werden könnten, weil sie zum Beispiel verschiedene Berichtszeiträume erfassten. Auch Büsings Verdacht, im Jugendamt könnte es ein System schwarzer Kassen geben, weist die Dezernentin zurück.

Büsing hatte dem Jugendamt vorgeworfen, von Betreuungseinrichtungen Rückzahlungen bereits bewilligter Gelder gefordert, diese dann aber nicht korrekt verbucht zu haben. Außerdem beschuldigt sie das Jugendamt, zwei Sonderprüfer zu behindern, die die Vorgänge im Amt beleuchten sollen. Die Stadt weist diesen Vorwurf zurück.

Zwischen Büsing und dem Jugendamt gibt es seit rund einem Jahr Streit. Dabei geht es um eine von Büsing betriebene Jugendhilfeeinrichtung sowie drei Krippen, die mittlerweile geschlossen sind.

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Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 17. Mai 2018, 11 Uhr