Bremer Solidaritätspreis für Stella Agara

  • Kenianerin hat sich für Steuergerechtigkeit eingesetzt
  • Preisverleihung am Sonntag im Bremer Rathaus
  • Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) lobt Agaras Arbeit
Stella Agara und Bürgermeister Carsten Sieling sitzen an einem Tisch im Bremer Rathaus
Bürgermeister Carsten Sieling und Stella Agara während des Pressetermins im Rathaus Bild: Bremer Senat | Pressestelle

Der 15. Solidaritätspreis geht an die 34-jährige Kenianerin. Der Preis wurde der Aktivistin am Sonntag im Bremer Rathaus überreicht. Agara setzt sich weltweit für Steuergerechtigkeit und gegen Steuervermeidung ein. Sie engagiert sich auch bei Action Aid, einer internationalen Nicht-Regierungsorganisation, die für ein faires Steuersystem kämpft.

Der Bremer Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) lobte das länderübergreifende Engagement der Kenianerin. So habe sich Stella Agara über Kenia hinaus auch in Tansania, Ruanda, Burundi, Sambia und zuletzt in Malawi eingebracht. In diesen Ländern ermöglichen es die aktuellen Steuergesetze den meist ausländischen Konzernen, Steuern zu vermeiden.

Dieses Handeln fügt den Staaten Afrikas nach offiziellen Schätzungen finanziellen Schaden von bis zu 175 Milliarden Euro zu – das Dreifache von dem, was die westlichen Länder den Staaten Afrikas an Entwicklungshilfe gewähren.

Christian Bruns, Geschäftsführer des Solidaritätspreis-Kuratoriums

Darauf mache Stella Agara in "vorbildlicher Weise" aufmerksam, so Bruns zur Begründung des Kuratoriums.

Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 18. Juni 2017, 11 Uhr