Zu langsame Psychiatriereform: Bremer CDU, SPD und FDP üben Kritik

  • Gesundheitsdeputation bemängelt die Umsetzung der Psychiatriereform
  • Klinikum Bremen-Ost baue neue Stationen auf statt ab
  • Bürgerschaft hatte die Reform vor sieben Jahren beschlossen
Schriftzug "Klinikum Bremen-Ost"
Die Psychiatrie des Klinikums Bremen-Ost stand in den vergangenen Wochen in der Kritik.

Aus der Gesundheitsdeputation, die Behörden des Landes und der Stadtgemeinde Bremen kontrolliert, kommt Kritik an der Psychiatriereform am Klinikum Bremen Ost. Die Deputierten fast aller Fraktionen (CDU, SPD und FDP) beklagen, dass sie zu langsam vorankomme. Das Ziel, mehr Patienten in Bremen ambulant und zuhause zu betreuen, sei noch lange nicht erreicht.

Psychisch kranke Menschen sollen die Möglichkeit haben, während der Therapie in ihrem Wohnumfeld zu bleiben. Deshalb hat die Bremische Bürgerschaft schon vor sieben Jahren beschlossen, dass der Bremer Klinikverbund Gesundheit Nord (Geno) seine stationären Betten in der Psychiatrie abbauen soll. Dafür soll ein Netz von ambulanten Angeboten in den Stadtteilen entstehen.

Neuausrichtung geht kaum voran

Doch diese Neuausrichtung der Psychiatrie gehe kaum voran, kritisiert die CDU. Stattdessen baue das Klinikum Ost sogar weitere Stationen auf, zum Beispiel für Menschen mit Psychosen. Die CDU will den politischen Druck auf die Geno erhöhen. Sie plant die Psychiatriereform erneut zum Thema in der Bürgerschaft zu machen.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 7. Februar 2020, 20 Uhr