Unterricht im Land Bremen erst mal nur in Hauptfächern

  • Hauptfächer sollen mit reduzierter Stundenzahl unterrichtet werden
  • Aber Schulbetrieb in Bremen und Bremerhaven läuft eingeschränkt
  • Bis zum Sommer sollen alle Schülerinnen und Schüler wieder in den Unterricht gehen

Wie bereiten sich Bremens Schulen auf die Öffnung am Montag vor?

Video vom 24. April 2020
Zwei Lehrerinnen messen mit einem Maßband den Abstand zwischen den Schülertischen ab.
Bild: Radio Bremen

In Bremen und Bremerhaven wird es bis zum Sommer nach Angaben des Bildungsressorts keinen normalen Schulbetrieb geben. Allerdings versuchen die Behörden, dass alle Schüler wenigstens in den Hauptfächern mit verringerter Stundenzahl unterrichtet werden.

Ab kommendem Montag beginnt der Unterricht für die 4. Klassen und Kinder mit Förderbedarf. Wann und wie die Klassen eins bis drei wieder mit dem Unterricht beginnen, ist noch offen: "Wir wollen jetzt schauen, wie der Unterricht in den 4. Klassen funktioniert", sagte die Sprecherin der Bildungsbehörde. "Danach sehen wir dann, wie es für die Kleineren weitergeht."

Nur jeweils ein Viertel der Schüler im Unterricht

Zunächst wird in den 4. Klassen pro Unterrichtsstunde nur jeweils ein Viertel der Schüler unterrichtet. Für jeden Schüler gibt es vier bis sechs Unterrichtsstunden pro Woche, sodass jeder berücksichtigt wird. Die Pausen sollen mindestens eine halbe Stunde dauern, damit es beim Verlassen und Betreten der Klassenräume kein Gedrängel gibt. Auch der Lehrplan wird an die neue Situation angepasst und konzentriert sich auf die Hauptfächer und Sprachbildung.

In Bremerhaven wird der Schulbeginn für die 4. Klassen genauso laufen. Bremen hält sich damit weitgehend an die Einigung der Kultusministerkonferenz, die beschlossen hat, alle Schülerinnen und Schüler bis zum Sommer wieder in den Unterricht zu schicken.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 29. April 2020, 7 Uhr