Bremen und Bremerhaven führen ab Anfang September Drittimpfungen durch

Bremen startet mit Corona-Auffrischungsimpfungen Anfang September

Video vom 17. August 2021
Eine Seniorin wird geimpft.
Bild: Imago | Andia
Bild: Imago | Andia

Die Bremer Gesundheitsbehörde bereitet die dritte Impfung für Risikogruppen vor, die im Frühjahr zu den ersten Geimpften gehörten. Auch in Bremerhaven laufen die Planungen.

Bremen und Bremerhaven wollen die jüngsten Beschlüsse der Gesundheitsministerkonferenz zur Auffrischungsimpfung ab Anfang September umsetzen. Es gehe nur noch darum, die Termine mit den Pflegeeinrichtungen abzustimmen, teilt das Bremer Gesundheitsressort mit. Auch in Bremerhaven spreche man bereits mit den Einrichtungen, so Magistratssprecher Stefan Zimdars.

Die Drittimpfung ist zunächst für besonders gefährdete Personen vorgesehen. Dazu zählen Altenheimbewohner ebenso wie Ältere, Pflegebedürftige und Menschen mit Immunschwäche, die zuhause wohnen.

Mobile Impfteams in Alteneinrichtungen

"In den Alteneinrichtungen werden wir wieder unsere mobilen Impfteams einsetzen", sagt Ressortsprecher Lukas Fuhrmann. Immungeschwächte, Pflegebedürftige und Höchstbetagte ab 80 Jahren, die zuhause wohnen, werden in Bremen hingegen von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten geimpft. Das hat das Gesundheitsressort mit der Kassenärztlichen Vereinigung vereinbart.

In Bremerhaven sei das Vorgehen identisch, so Stefan Zimdars. Auch hier sollen die mobilen Teams ab Anfang September einsatzbereit sein.

Drittimpfungen nur mit mRNA-Impfstoffen

Voraussetzung für die Drittimpfung ist, dass der vollständige Impfschutz mindestens seit sechs Monaten besteht. "Bis Mitte Februar hatten wir 5.305 abgeschlossene Impfserien bei alten Menschen in Pflegeeinrichtungen", sagt Fuhrmann. Diese damals mit Biontech geimpften Menschen werden ab September daher auch die ersten sein, die eine Auffrischungsimpfung bekommen.

Mit Moderna sei in Bremen hingegen zunächst vor allem das Krankenhauspersonal geimpft worden. Hier bestehe zunächst keine Priorität für Auffrischungen, so Fuhrmann. Für jene, die zunächst Vektor-Impfstoffe von AstraZeneca oder Johnson & Johnson erhalten haben, sei hingegen der gebotene Zeitabstand von einem halben Jahr zwischen vollständigem Impfschutz und Auffrischung noch nicht erreicht. "Das ist für Johnson & Johnson nicht vor Mitte Oktober und für AstraZeneca nicht vor November der Fall", so Fuhrmann. Fest stehe allerdings, dass alle vollständig Geimpften, die bislang nur Vektorimpfstoffe verabreicht bekommen haben, zur Auffrischung ein mRNA-Präparat erhalten werden.

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Video vom 16. August 2021
Eine Jugendliche bekommt im Impfzentrum Bremen eine Spritze mit dem Impfstoff gegen das Corona-Virus.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 17. August 2021, 19:30 Uhr