Fragen & Antworten

Was Bremer über die neuen Corona-Selbsttests wissen sollten

Ab Samstag verkaufen auch in Bremen die ersten Händler Corona-Tests zum Selbermachen. Zu Beginn wird die Nachfrage groß und das Sortiment klein sein.

Eine Frau in Schutzkleidung schiebt einem Mann ein Wattestäbchen in die Nase
Die neuen Selbsttests sollen weniger unangenehm für den Patienten sein. (Symbolbild) Bild: DPA | Robin Utrecht

Bund und Länder wollen das Testangebot für die Bürgerinnen und Bürger ausweiten. Mit Selbsttests sollen Infektionsherde noch schneller gefunden werden. Diese Tests können bequem zu Hause vorgenommen werden.

Im neuesten Bund-Länder-Beschluss werden auch kostenlose Schnelltests angekündigt. Wie unterscheiden sich die beiden Arten der Testung voneinander? Wo gibt es die Selbsttests zu kaufen? Hier kommen die wichtigsten Antworten.

Was ist der Unterschied zwischen Selbst- und Schnelltest?

Schnelltests gibt es schon seit einiger Zeit. Sie dürfen nur von geschultem Personal durchgeführt werden. Schon nach 15 bis 20 Minuten zeigen sie, ob die Getesteten sich infiziert haben. Laut dem Beschluss von Bund und Ländern soll es bald kostenlose Schnelltestes für alle Bürgerinnen und Bürger geben. Die Teststrategie soll schrittweise bis Anfang April umgesetzt werden. Wie genau, ist noch unklar. Im Moment werden vor allem Schulen und Kindertagesstätten mit Tests ausgestattet.

Im Gegensatz zu den Schnelltests sind die sogenannten Selbsttests ab Samstag frei im Handel zu kaufen. Diese wurden erst kürzlich in Deutschland zugelassen. Der Test ist ohne vorherige Schulung selbst durchführbar und zeigt das Ergebnis ebenfalls nach rund einer Viertelstunde an.

Wo bekommt man die Selbsttests?

Den ersten Aufschlag macht der Discounter Aldi am Samstag, dort soll es die Tests im Fünferpack geben. Der Discounter teilte mit, dass sie schnell ausverkauft sein könnten. Ab Anfang der kommenden Woche folgen dann Drogeriemärkte, wie zum Beispiel Rossmann. Auch in Apotheken und im Internet sind die Tests erhältlich. Sobald wie möglich wollen auch andere Discounter und Supermärkte Selbsttests in ihr Sortiment aufnehmen.

Wie sicher sind die Selbsttests?

Die Hersteller geben bei der Zuverlässigkeit Werte von mehr als 90 Prozent an. Teilweise soll dieser bei 97 oder 98 Prozent liegen. Sie behaupten, dass das Virus bei den Selbsttests in den allermeisten Fällen erkannt wird. Hierbei kommt es natürlich aber auch darauf an, wie genau der Benutzer sich an die Bedienungsanleitung hält. Solange dies der Fall ist, können die Selbsttests in den Augen vom Bremer Virolgen Andreas Dotzauer aber ein Baustein im Kampf gegen die Pandemie sein: Wenn sie von vielen Personen genutzt würden, dann könnten sie helfen. Viel testen hilft viel, sagt der Bremer Virologe.

Wie teuer sind die Tests für zu Hause und wie funktionieren sie?

Die ab Samstag erhältlichen Selbsttests im Fünferpack kosten rund 25 Euro. Die Probe wird mit einem Stäbchen im vorderen Teil der Nase genommen. Hierfür muss dieses nicht wie beim PCR-Test bis an die Rachenwand eingeführt werden. Danach wird das Stäbchen in einem Röhrchen mit einer Testflüssigkeit bewegt und anschließend auf eine Testkassette geträufelt. Nach 15 Minuten wird dann das Ergebnis angezeigt.

Sind Selbsttests der Weg aus dem Dauer-Lockdown?

Video vom 25. Februar 2021
Ein Corona-Schnelltest für Zuhause.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Bremen Vier läuft, 5. März 2021, 13:15 Uhr