Stadt Bremen verzichtet auf 10,5 Millionen Euro von Hafenbetreiber BLG

Das Logo der Firma BLG Logistics.
Bild: Radio Bremen
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  • BLG soll nicht weiter belastet werden
  • Geld soll stattdessen aus dem Bremen-Fonds genommen werden
  • Hafenbetreiber muss Minus von 116 Millionen Euro ausgleichen

Die Stadt Bremen will auf 10,5 Millionen Euro aus der Gewinnausschüttung des Hafenbetreibers BLG verzichten. Das hat eine Sprecherin buten un binnen bestätigt. Das fehlende Geld im Haushalt will das Finanzressort stattdessen mit einem Kredit ausgleichen.

Die 10,5 Millionen Euro sollen dabei aus dem Corona-Notprogramm Bremen-Fonds genommen werden, um die BLG nicht weiter zu belasten, so Finanzsenator Dietmar Strehl (Grüne). Die Bremer Logistic Group sehe sich zu der Zahlung nicht in der Lage – und deshalb sei der Verzicht auf die Gewinnausschüttung zwingend erforderlich. Der Finanzausschuss der Stadt muss die Pläne noch absegnen.

BLG muss Minus von 116 Millionen Euro ausgleichen

Kritik kommt von der CDU in Bremerhaven. Dass sich die Stadt Bremen nun Geld aus dem Corona-Topf für den Haushalt holen will, mache sprachlos. Erst kürzlich war bekannt geworden, dass die BLG 2020 ein Minus von 116 Millionen Euro auffangen muss. Die BLG hat gerade als Kapitalspritze ihr Hochregallager in Bremen an Tchibo verkauft. Die Stadt Bremen ist Mehrheitsgesellschafterin der BLG.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 18. Juni 2021, 16 Uhr