Arbeitgeberpräsident Kramer aus Bremerhaven gibt sein Amt ab

  • Kramer war sieben Jahre Arbeitgeberpräsident
  • Auf ihn folgt Gesamtmetall-Chef Rainer Dulger
  • Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung"
Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer
Ingo Kramer will sein Amt als Arbeitgeberpräsident ein Jahr vor dem regulären Wechsel räumen. Bild: DPA | Monika Skolimowska

Nach sieben Jahren an der Spitze der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) gibt Ingo Kramer das Amt ab. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Demnach soll dem Bremerhavener Ende November der Gesamtmetall-Präsident Rainer Dulger folgen.

Warum sich Kramer zwölf Monate vor dem turnusmäßigen Ende seiner Amtszeit zurückzieht, begründet er in einem am Freitag abgeschickten Schreiben an die Präsidiumsmitglieder der BDA, das der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" exklusiv vorliegt. Kramer erinnert an die Terminlage, nach der die Bildung der neuen Bundesregierung und die planmäßige Wahl des BDA-Präsidenten im nächsten Jahr fast gleichzeitig stattfinden. Er wolle sein Amt daher vorzeitig übergeben, damit "einem Nachfolger bzw. einer Nachfolgerin" genügend Zeit bleibe, sich einzuarbeiten und "aktiv an der Debatte über Schwerpunkte der neuen Legislaturperiode" mitzuwirken.

Der Präsidiumssitzung am 30. September werde er vorschlagen, Rainer Dulger auf der Mitgliederversammlung im November wählen zu lassen. Kramer hebt hervor, dass er Dulger "persönlich aus unserer langjährigen Zusammenarbeit in der Metall- und Elektroindustrie" kenne und "außerordentlich" schätze. Offiziell schweigen die Verbände noch, aber in der BDA heißt es, die Wahl gelte als sicher.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 18. September, 21 Uhr