Großauftrag für Airbus sichert Bremer Weltraumsparte auf Jahre

  • Airbus baut drei weitere Service-Module für amerikanische Mond-Mission
  • Module werden zu großen Teilen in Bremen gefertigt
  • Gesamtvolumen des Auftrags beträgt rund 650 Millionen Euro
Video vom 2. Februar 2021
Europäisches Service-Modul 3 kommt in Bremen an
Bild: ESA
Bild: ESA

Airbus baut drei weitere Service-Module für die amerikanische Mond-Mission. Die Module werden zu großen Teilen in Bremen gefertigt. Der Vertrag habe ein Volumen von rund 650 Millionen Euro, sagte Jan Wörner in einer Online-Veranstaltung am Dienstag. Er ist Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation (Esa), die an der Mond-Mission beteiligt ist.

Mit dem Auftrag ist die Zukunft der Raumfahrtsparte des Bremer Airbus-Werkes auf Jahre hinaus gesichert, hieß es am Dienstag auf der Pressekonferenz. Allein bei Airbus sind rund 200 Experten am Bau der sogenannten ESM beteiligt – überwiegend in Bremen. Europaweit hängen bis zu 2.000 Arbeitsplätze in zehn Ländern an dem Auftrag.

Herzstück der Orion-Raketen

Die Module sind das zentrale Herzstück der Orion-Raketen für das neue Mond-Programm der US-Weltraumbehörde NASA. Sie will 2024 einen bemannten Flug zum Mond starten, bei dem auch der deutsche Astronaut Alexander Gerst dabei sein könnte.

Die Europäische Weltraumorganisation ESA arbeitet dabei eng mit der NASA zusammen und hat sich damit drei Astronauten-Plätze für das Mond-Programm gesichert. Gerst gilt aufgrund seiner Erfahrung als einer der Favoriten auf die Plätze.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 2. Februar 2021, 19:30 Uhr