Nach Aufruf der Bremer Umweltbehörde: 6 Tipps, wie Sie Wasser sparen

Wegen Hitze und anhaltender Trockenheit raten Umweltbehörde und SWB zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Wasser. So können Sie Ihren Verbrauch drosseln.

Ein Bild eines Gartens mit angeschalteter Sprinkleranlage.

Mit 70 bis 100 Litern pro Kopf und Tag zählen Haushalte bereits zu den sparsamen, teilt die Verbraucherzentrale Bremen mit. Kritisch ist es jedoch, wenn mehr als 130 Liter durch die Leitungen rauschen – dann sollte Wasser gespart werden.

In Bremen liegt der normale Wasserverbrauch in der Stadt an Sommertagen bei 90.000 Kubikmetern. An sehr heißen Tagen sind es mehr als 110.000 Kubikmeter. Besonders an den warmen Tagen im Jahr ist es laut der Bremer Umweltbehörde wichtig, sparsam mit Trinkwasser umzugehen.

1 Sparsam mit dem Wasser im Garten sein

Wenn das Wasser droht, knapp zu werden, sollte besonders mit großen Mengen Trinkwasser sparsam umgegangen werden. "Alles, was nicht zwingend notwendig ist, gehört dafür auf den Prüfstand", heißt es in einer Mitteilung des Umweltamtes. Pools und Planschbecken sollten nicht ständig neu befüllt werden, und zum Wässern der Pflanzen sollte im besten Fall Regenwasser genutzt werden.

Diese Folgen hat Bremens Durst nach Trinkwasser

Ein Wasserhahn, aus dem Wasser in ein Glas fliesst.

Auch der Rasen im Garten kommt durchaus mit ein paar heißen Tagen zurecht. Gelb gewordene Rasenflächen können sich schnell wieder erholen, sobald es wieder regnet. Wenn Gartenbesitzer vor der Hitzewelle ihren Rasen nicht bewässern, bildet dieser sogar tiefere Wurzeln aus. So kann der Rasen sich länger selbst mit Wasser versorgen. Auch sollte man den Rasen bei heißem Wetter nicht zu kurz mähen, da er sonst schneller vertrocknet.

2 Duschen statt baden

Die Verbraucherzentrale Bremen rät, auf Vollbäder zu verzichten. So könne man im Durchschnitt jeweils 100 Liter Wasser sparen. Zudem weist die Verbraucherzentrale auf ihrer Website darauf hin, dass tägliches Duschen aus hygienischen Gründen nicht notwendig sei. Jeden zweiten Tag zu duschen würde ausreichen.

3 Kleine Tricks im Haushalt

Klingt simpel, kann aber erheblich Wasser sparen: Die Bremer Umweltbehörde empfiehlt, undichte Wasserhähne und Toilettenspülkästen reparieren zu lassen.

Eine Hand betätigt die Klospülung.
Mit einer Spartaste könnte hier Wasser gespart werden.

Literweise Trinkwasser rauschen täglich durch die Spülkästen. Sparen lässt sich hier, indem man die Spartaste der Toilettenspülung betätigt. Kleinere Wassermengen lassen sich zusätzlich sparen, wenn man beim Zähneputzen, Duschen oder Rasieren das Wasser nicht durchgängig laufen lässt. Kleine Maßnahmen, mit der in einer Großstadt viele Hundert oder Tausend Kubikmeter Wasser pro Tag gespart werden können.

4 Waschmaschine und Geschirrspüler nur voll laufen lassen

Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Geschirrspüler sollten nur voll befüllt eingeschaltet werden. Bei den Waschgängen sollte auf Vorwäsche verzichtet werden. Die Verbraucherzentrale Bremen empfiehlt, generell beim Neukauf von Geräten auf niedrige Verbrauchswerte zu achten. Eine Waschmaschine sollte demnach nicht mehr als zehn bis zwölf Liter pro Kilo Wäsche verbrauchen.

5 Regenwasser nutzen

Regenwasser ist nicht nur zum Blumen gießen gut. Es kann durch Regenwasserzisternen aufbereitet werden. So lässt es sich auch für die Toilettenspülung, Waschmaschine und Geschirrspüler nutzen.

Am Abend wird ein Garten nach großer Sommerhitze gewässert.
Regenwasser lässt sich vielseitig verwenden. Bild: Imago | Gottfried Czepluch

Für diese Zwecke rät die Verbraucherzentrale zu einer Grauwasseranlage. Grauwasser bezeichnet den Teil des häuslichen Abwassers, der durch Duschen, Baden oder Waschen entsteht. Dieses Wasser kann ebenfalls nutzbar gemacht werden. Grauwassergewinnungsanlagen benötigen allerdings Platz, eine Speicheranlage und ein eigenes Rohrnetz.

6 Küche und Bad umrüsten

Ein Durchflussbegrenzer sorgt dafür, dass weniger Wasser fließt. Das Zwischenstück kann im Duschschlauch oder am Wasserhahn angebracht werden. Wem das nicht reicht, kann den Begrenzer mit einem Perlator, auch Luftsprudler genannt, kombinieren. So wird Wasser durch Luft ersetzt und der Wasserstrahl wird fülliger.

Statt mit zwei Wasserhähnen kann die Temperatur mit einem Einhandhebemischer schneller reguliert werden. Die Verbraucherzentrale rät beim Kauf darauf zu achten, dass beim Einhandhebel in der Mittelstellung noch kaltes Wasser fließt.

Wo man am Wasser bei der Hitze auf keinen Fall sparen sollte, ist beim Trinken. Zwei bis drei Liter Flüssigkeit sollte man zu sich nehmen – und das darf auch ruhig aus der Leitung kommen. Im Endeffekt spart das im Vergleich zu produziertem Mineralwasser. Denn auch zur Produktion von Mineralwasser wird schließlich Wasser benötigt.

Mehr zum Thema

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Vier News, 23. Juli 2019, 18 Uhr