Bremen fordert Ausgleich für Unterhaltsvorschuss vom Bund

  • Bremen hat 2018 knapp 27 Millionen Euro für säumige Eltern ausgelegt
  • Kosten durch Gesetzesnovelle enorm gestiegen
  • Finanzielle Belastung sei laut Sozialsenatorin auf Dauer zu hoch
Miniaturfigur einer Mutter mit Kind auf Geldscheinen. (Symbolbild)
Die Kosten, die durch die Unterhaltsvorschüsse entstehen, sind in Bremen hoch – meistens sind die säumigen Zahler Väter. Bild: DPA | Ralph Peters/Chromorange

Das Land Bremen hat in den vergangenen beiden Jahren deutlich mehr Geld für Unterhaltsvorschüsse für Alleinerziehende ausgegeben als davor. Grund ist eine Gesetzesnovelle. Bremens Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) fordert für diese Mehrkosten nun einen Ausgleich vom Bund.

Knapp 27 Millionen Euro hat Bremen im vergangenen Jahr für – meist Väter – ausgelegt, die keinen Unterhalt für ihre getrennt lebenden Kinder zahlen konnten oder wollten. Das war doppelt so viel wie im Vorjahr und fast dreimal so viel wie noch 2016. Die Kosten sind deshalb so deutlich angestiegen, weil durch eine Gesetzesänderung mehr Kinder Anspruch auf Unterhaltszahlungen haben – und auch noch über einen längeren Zeitraum als davor.

Diese Mehrkosten gingen einseitig zu Lasten der Länder, kritisiert Bremens Sozialsenatorin Stahmann. Das sei auf Dauer nicht zu leisten, deshalb müsse der Bund einspringen. Dieser Forderung schlossen sich laut Sozialressort bei der heutigen Jugend- und Familienministerkonferenz in Weimar alle Länder an.

Bremen zahlt Unterhaltsvorschuss für Kinder

Sozialsenatorin Anja Stahmann in der Bürgerschaft.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 17. Mai 2019, 14 Uhr