Bremen reagiert mit Krisenteams auf toten Tollwut-Welpen

Audio vom 13. September 2021
Ein Mann hält einen Welpen im Arm.
Bild: Imago | ITAR-TASS
Bild: Imago | ITAR-TASS
  • Welpe mit Tollwut stirbt in Tierklinik
  • Der Hund soll illegal aus Süd-Ost-Europa nach Bremen gekommen sein
  • Behörde sucht nach Kontaktpersonen des Hundes

Ein an Tollwut erkrankter Hund soll illegal aus Süd-Ost-Europa zu seiner Halterfamilie in Bremen gekommen sein, teilte das Bremer Gesundheitsressort mit. Jetzt ermitteln die Behörden die Kontaktpersonen – denn auch Menschen können sich infizieren.

Der Welpe war in einer Tierklinik im niedersächsischen Umland gestorben. Ein erster Schnelltest auf Tollwut fiel positiv aus, das Ergebnis der vorgeschriebenen amtlichen Bestätigungsuntersuchung steht allerdings noch aus.

Bislang liegen keine positiven Tollwut-Befunde bei Kontaktpersonen vor. Wir können nicht ausschließen, dass es auch Ansteckungen im engen Umfeld des Welpen gab. Wichtig ist aber, dass das Tollwutvirus zwar ansteckend ist, aber nur schwer von Mensch zu Mensch übertragen wird.

Claudia Bernhard (Linke), Bremer Gesundheitssenatorin

Bisher gelten die Halterfamilie sowie Mitarbeiter einer Bremer Tierarztpraxis und der Tierklinik als Kontakte des Tieres. Sowohl im Gesundheitsamt als auch im Gesundheitsressorts wurden Krisenteams eingerichtet. Das Gesundheitsressort hat die Bremer Ärzte über die Situation informiert – und auf die mögliche Behandlung von Tollwut-Patienten vorbereitet.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 13. September 2021, 18 Uhr