9 Corona-Infizierte auf "Mein Schiff 3" in Cuxhaven

  • Testergebnisse aller Besatzungsmitglieder da
  • Neun Besatzungsmitglieder sind mit dem Coronavirus infiziert
  • TUI plant Heimreise der negativ getesteten Crewmitglieder
Eine  Nahaufnahme der Schornsteine der "Mein Schiff 3".
Die "Mein Schiff 3" liegt seit vergangenen Dienstag in Cuxhaven. Bild: DPA | Hauke-Christian Dittrich

Seit Mittwochmittag hat die Besatzung auf der "Mein Schiff 3", die aktuell in Cuxhaven liegt, Gewissheit: Neun der insgesamt 2.900 Besatzungsmitglieder haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Acht Infizierte wurden auf dem Schiff isoliert. Sie haben laut TUI Cruises keine Symptome. Das Besatzungsmitglied, das vergangene Woche als erstes positiv auf Covid-19 getestet worden war und zunächst milde Symptome hatte, ist nach Angaben der Reederei mittlerweile ebenfalls symptomfrei, liegt aber noch auf der Isolierstation der Helios Klinik Cuxhaven.

TUI Cruises hat auf der "Mein Schiff 3" die Besatzungsmitglieder der TUI-Flotte im Mittelmeer und auf den Kanarischen Inseln gesammelt. Gäste sind nicht an Bord. Seit Dienstag vergangener Woche liegt das Schiff in Cuxhaven. Seit Freitag steht das Schiff unter Quarantäne, nachdem ein Besatzungsmitglied positiv auf das Coronavirus getestet worden war.

Besatzung soll in Heimatländer geflogen werden

Eigentlich war geplant, dass die "Mein Schiff 6“ Cuxhaven anläuft und die gesunden Crewmitglieder von der "Mein Schiff 3“ aufnimmt, um die Situation an Bord zu entschärfen. Denn viele durften das Schiff schon seit mehr als 50 Tagen nicht mehr verlassen. Einige beklagen "knastähnliche Zustände". Doch weil derzeit nur 250 Besatzungsmitglieder auf der "Mein Schiff 6" seien, sei die Versorgung der zusätzlichen Besatzungsmitglieder nicht möglich, so TUI Cruises. Die "Mein Schiff 6" liegt jedoch vorerst in der Nähe in der Elbmündung. Die Reederei klärt derweil mit den zuständigen Behörden die nächsten Schritte. Laut TUI wird geprüft, ob die positiv getesteten Crewmitglieder an Land isoliert werden können.

Mittlerweile sind Rückflüge für rund 1.200 Besatzungsmitglieder geplant. Zwischen Freitag und Montag sind Charter-Flüge nach Indonesien, in die Ukraine, nach Tunesien, in die Türkei und nach Mauritius gebucht. Außerdem konnten Plätze für chinesische Besatzungsmitglieder auf Linienflügen gesichert werden. Natürlich werden nur Personen fliegen, die negativ getestet wurden und die Genehmigung der zuständigen Behörden für eine Abreise erhalten, so TUI Cruises.

Es bleibt unsere oberste Priorität, die Rückreise für einen Großteil der Besatzung zu ermöglichen – vorausgesetzt, die Crew ist negativ getestet und erhält das entsprechende Attest zum Reisen.

Wybcke Meier, Vorsitzende der Geschäftsführung von TUI Cruises

Rückblick: Wie geht es den Bremischen Häfen in der Corona-Krise?

Video vom 8. April 2020
Eine Luftaufnahme eines Hafens.
Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 6. Mai 2020, 14 Uhr