Bremer Verkehrssenatorin: SUV-Fahren sollte teurer werden

  • Unfall in Berlin löste bundesweite Debatte um Geländewagen in Städten aus
  • Laut Schaefer könnte es sinnvoll sein, das Fahren dieser Autos teurer zu machen
  • SUV-Modelle stoßen in der Regel überdurchschnittlich viel CO2 aus
Ein SUV parkt in einer Parkgarage und nimmt Nachbar-PKW Raum weg
Die Abmessungen vieler SUV-Modelle passen nicht zu den Platzverhältnissen in älteren Parkhäusern. Bild: DPA | Norbert Schmidt

Bremens Verkehrssenatorin Maike Schaefer (Grüne) kann sich Sanktionen für Sportgeländewagen, sogenannte SUV, in Bremen vorstellen. Ein generelles Verbot von SUV in Städten, wie es ein Grünen-Politiker in Berlin gefordert hatte, hält sie aber nicht für sinnvoll. Um schwere Unfälle zu vermeiden, hält Schaefer ein solches Verbot "nicht für zielführend". Das sagte sie zu buten un binnen. Allerdings könne man darüber nachdenken, das Fahren großer SUV unattraktiver und teurer zu machen – weil diese viel Raum in den Städten beanspruchen. Und weil viele Modelle große Mengen des klimaschädlichen CO2 ausstoßen. Die Senatorin nannte beispielsweise eine höhere Kraftfahrzeugsteuer.

Außerdem sagte sie, wer viel CO2 in die Luft pustet, müsse dafür auch viel zahlen. Eine weitere Idee von Schaefer: In Parkhäusern sollen für SUV-Fahrer höhere Gebühren fällig werden, weil ihre Autos in der Regel mehr Platz brauchen. Die Debatte war aufgekommen, nachdem bei einem Unfall mit einem SUV am Freitag in Berlin vier Menschen getötet wurden. Die Hintergründe sind noch unklar.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 9. September 2019, 17 Uhr