10-Minuten-Stadt: Bremer SPD-Fraktion will kürzere Wege in den Städten

Bremer SPD stellt neues Leitbild für die "10-Minuten-Stadt" vor

Video vom 7. Oktober 2021
Politiker sitzen in einer Pressekonferenz an einem Tisch.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen
  • Wichtige Orte wie Schulen oder Ärzte sollen in zehn Minuten erreichbar sein
  • SPD plant Geld für entsprechende Projekte im laufenden Etat ein
  • Linke fordert indes bezahlbare Mieten und eine öffentliche Solargesellschaft

Die Bremer SPD-Fraktion will das Konzept der so genannten "10-Minuten-Stadt" vorantreiben. Das bedeutet, dass es so viele Schulen, Kitas, Ärzte, Supermärkte, Bahn- und Bushaltestellen im Land gibt, dass jeder Bürger sie innerhalb von zehn Minuten zu Fuß erreichen kann.

"Egal ob es der Weg zum Einkaufen, zur Apotheke oder zum Hausarzt ist, wir wollen kurze Wege für die Menschen in den Quartieren", sagte SPD-Fraktionschef Mustafa Güngör. In der Millionen-Metropole Paris werde der Ansatz einer "15-Minuten-Stadt" aktiv umgesetzt, sagte er weiter. Es sei klar, dass das auch Geld kosten würde. Es werde aber kein milliardenschweres Programm, so Güngör.

Projekt bereits in Etatplanung berücksichtigt

Die ersten Gelder für das Projekt sollen noch in den laufenden Etatplanungen berücksichtigt werden. Güngör räumte aber ein, es sei ein langer Atem nötig.

Bereits gestern hatte die Fraktion der Linken ihre Klausurergebnisse vorgestellt. Sie fordern bezahlbare Mieten zumindest bei den städtischen Wohnungsbaugesellschaften. Für den Klimaschutz will die Linke eine öffentliche Solargesellschaft gründen und in Mietwohnungen Balkonsolaranlagen fördern.

Audio vom 7. Oktober 2021
Drei Männer sitzen bei einer Pressekonferenz vor roten Plakaten.
Bild: Radio Bremen | Hauke Hirsinger
Bild: Radio Bremen | Hauke Hirsinger

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Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Nachrichten, 7. Oktober 2021, 14 Uhr