Seehofer lobt Abschiebung von Clan-Chef als "spektakulären Erfolg"

  • Bundesinnenminister lobt Zusammenarbeit von Bremen, Bund und GSG 9
  • Er kündigt "massives" Vorgehen gegen Clan-Kriminalität an
  • GSG 9-Einsatz zeige, wie gefährlich die Gruppierungen sind
Horst Seehofer
Bundesinnenminister Seehofer ist zufrieden mit der Abschiebung. Bild: DPA | Ralf Hirschberger

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat die Abschiebung eines der führenden Köpfe eines libanesischen Clans aus Bremen als "spektakulären Erfolg" gewertet. Er lobte die Zusammenarbeit des Landes Bremen mit dem Bund und der GSG 9.

Das ist Rechtsstaat.

Horst Seehofer bei einer Pressekonferenz
Horst Seehofer, Bundesinnenminister (CSU)

Seehofer erinnerte daran, dass der ausgewiesene Libanese bereits seit 2006 zur Ausreise verpflichtet gewesen sei. Der Rechtsstaat müsse das auch durchsetzen, so Seehofer. Gleichzeitig kündigte er ein "massives" Vorgehen gegen Clan-Kriminalität an. Dass man dazu eine Eliteeinheit wie die GSG 9 benötige, zeige die Gefährlichkeit solcher Gruppierungen.

Der 46-jährige Ibrahim M. war am Mittwoch in den frühen Morgenstunden laut der "Bild"-Zeitung von schwer bewaffneten Polizisten in seiner Wohnung in Bremen überrascht worden. Kurz darauf wurde er in den Libanon abgeschoben.

Der Mann saß bereits wegen Drogenhandels im Gefängnis. Außerdem war er Chef des zwischenzeitlich verbotenen Rockerclubs Mongols MC Bremen. Die Bremer Behörden haben Mitgliedern des Clans immer wieder unter anderem Erpressung und Drogenhandel vorgeworfen. Die Familie war in den 1980er Jahren aus dem Libanon nach Deutschland gekommen.

Clan-Mitglied Ibrahim M. abgeschoben

Ein nun abgeschobenes Clan-Mitglied in Bremen vor Gericht

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 11. Juli 2019, 19:30 Uhr