Mann zündet sich an – Schaulustige filmen, statt zu helfen

  • Ein Mann hat sich auf dem Bremer Bahnhofsplatz selbst angezündet
  • Statt zu helfen, filmten Schaulustige mit dem Handy
  • Sie bepöbelten die Polizisten, die den Mann retten wollten
Das Blinklicht eines Polizeiautos.
Der Mann, der sich selbst anzündete, schwebt in Lebensgefahr. Bild: DPA | Benedikt Spether

Die Polizei beklagt sich über Schaulustige, die einen Rettungseinsatz behindert haben. Demnach versuchte ein psychisch kranker Mann am Montagabend auf dem Bremer Bahnhofsplatz, sich selbst zu verbrennen. Bei der Rettung des Mannes seien die Einsatzkräfte aggressiv behindert und sogar bepöbelt worden. Zahlreiche Augenzeugen seien in Richtung des brennenden Mannes gerannt und hätten mit ihren Handys Video- und Fotoaufnahmen gemacht, teilte die Polizei mit. Nur mit weiteren Polizisten sei es gelungen, die Schaulustigen zurückzudrängen.

Einsätze dieser Art seien auch für Polizisten und Rettungskräfte sehr belastend und Störungen von außen erschwerten die Situation unnötig, so die Polizei. Das Verhalten der Schaulustigen verurteile sie zutiefst. Der 28-Jährige hatte sich mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und angezündet. Polizisten löschten den brennenden Mann mit Feuerlöschern sowie ihren Dienstjacken.

Mit einer zufällig anwesenden, speziell für Brandopfer ausgebildeten Krankenschwester, leisteten die Beamten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes Erste Hilfe. Der Mann kam mit schwersten Verletzungen in eine Spezialklinik nahe Hamburg. Er schwebt in Lebensgefahr.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 19. September 2018, 23:30 Uhr